Dienstlaptops für Studierende?

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Auf dem 25. Europäischen Polizeikongress sprach Anja Schaarschmidt (im Bild rechts) über die digitalen Herausforderungen und Lösungen der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH). Neben ihr Nada Milisavljevic (links im Bild), Team Leader, B.4 Innovation & Security Research, Directorate-General for Migration and Home Affairs, European Comission. (Foto: BS/ Trenkel)

Das Sächsische Staatsministerium des Innern (SMI) prüft, ob es Studentinnen und Studenten der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) mit Dienstlaptops ausstattet. Denn das Campusmanagement-System der FH könnte demnächst im Polizeinetzwerk sein. Dann würden für den Zugriff strenge Sicherheitsanforderungen gelten.

Unter normalen Umständen können Polizeikräfte sich nur über Kopfstellen in das Polizeinetz einloggen. Die durchschnittliche Beamtin nutzt dafür ihren Dienstlaptop. Wie andere Studentinnen und Studenten auch, müssen die Studenten der Hochschule der Sächsischen Polizei auf die Systeme der FH zugreifen, um Bücher in der Bibliothek auszuleihen oder ihre Kurse und Noten zu verwalten. Die Hochschule überlegt, ob sie diese Systeme in einem einzigen Campusmanagement-System anbieten soll, das von der Polizei gehostet werden würde.

Aber Studentinnen und Studenten der Hochschule erhalten im Moment keine Mannausstattung, insbesondere keinen Dienstlaptop. “Wie kommen die Studentinnen und Studenten mit ihren privaten Systemen in diese Polizeiwelt rein? Das ist ja eigentlich nicht möglich”, fragt Anja Schaarschmidt vom Leitungsstab der Hochschule. Entweder löse die Hochschule das Problem, indem sie den Studenten “Software as a Service” (SaaS)-Zugänge gibt. Das hieße, die Hochschule würde die benötigte Software und die Services in einer Art “Hochschul-Cloud” bereitstellen.

“Damit versuchen wir, den Kreis zu quadrieren beziehungsweise das Quadrat zu kreisen”, kommentiert Schaarschmidt. Grundsätzlich gäbe es noch drei andere Möglichkeiten, um die Studenten ins Hochschulnetz zu holen. Einerseits könnte die Hochschule ihr eigenes Rechenzentrum betreiben, wie es viele Universitäten tun. Andererseits könnte sie einen externen Betreiber engagieren. Oder die Landespolizei könnte den Studenten Dienstlaptops geben. Das sächsische Innenministerium bestätigte, dass es die letztere Lösung jetzt prüft.

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