IT-Sicherheitskennzeichen für Breitbandrouter

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Wie sicher ist dieses Gerät? Hier sieht man den Rücken eines Breitbandrouters. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vergibt jetzt ein IT-Sicherheitskennzeichen für Breitbandrouter. (Foto: BS/DeclanTM/ CC BY 2.0, www.flickr.com)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die ersten IT-Sicherheitskennzeichen für Breitbandrouter erteilt. Damit versucht das BSI, eine der größten IT-Sicherheitslücken zu schließen.

Denn meistens ist der IT-Endverbraucher selbst der Grund, dass seine Systeme gehackt werden. Entweder, indem er seine Geräte ungesichert stehen lässt, oder, indem er als Passwort so etwas wie “Mama123” setzt, oder eben, indem er die falsche Kaufentscheidung trifft.

Bei dieser Entscheidung will ihm das BSI helfen, indem es mit dem IT-Sicherheitskennzeichen die Sicherheitseigenschaften von Geräten leicht erkennbar macht. “Damit leisten wir einen Beitrag zu mehr Transparenz auf dem IT-Verbrauchermarkt”, erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm. Das Zertifikat besteht aus einem einen individuellen Kurzlink und QR-Code. Letzterer führt zu einer produktspezifischen Informationsseite auf dem Internetauftritt des BSI.

“Breitbandrouter sind leistungsstarke integrierte Systeme, sie sind das Herzstück vieler Netzwerke. Als Schnittstelle zwischen dem Internet und Heim- oder Unternehmensnetzwerken kommt ihnen bei der Cyber-Sicherheit eine besondere Bedeutung zu. In einem unsicheren Zustand können sie Angreifern als Einfallstor und Ausgangspunkt für weitere Cyber-Angriffe dienen. Ein sicherer Router hingegen erfüllt die Funktion eines Schutzschildes nach innen und außen”, erläutert Schönbohm.

Dem IT-Sicherheitskennzeichen für Breitbandrouter liegt die vom BSI entwickelte Technische Richtlinie BSI TR-03148 zu Grunde. Sie formuliert die konkrete Anforderungen an die Schnittstellen und Funktionalitäten eines Breitbandrouters.

Mit dem Kennzeichen können Unternehmen ihre Sicherheitsversprechen gegenüber den Verbrauchern transparent machen. Das heißt, dass Siegel ist zunächst eine Selbstverpflichtung. Doch das BSI überprüft in Stichproben und bei konkreten Anlässen, ob ein Produkt die erforderlichen Sicherheitseigenschaften auch tatsächlich einhält.

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