Neues Fördersystem für kommunalen Klimaschutz

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Der Städtetag stellte diese Woche ein Konzept zur effizienten Förderung kommunaler Klimaschutzmaßnahmen durch Bund und Ländern vor. (Screenshot: staedtetag.de)

Die Städte schlagen vor, den Klimaschutz vor Ort durch ein neues finanzielles Fördersystem zu verstärken und zu beschleunigen. Der Deutsche Städtetag hat dazu ein Konzept und eine Publikation auf seiner Website veröffentlicht.

“Wir finden es gut und wichtig, dass die Bundesregierung auch den kommunalen Klimaschutz verstärkt fördern will. Aus Sicht der Städte gab es bisher viel zu oft kurzatmige und schwerfällige Förderprogramme des Bundes, die bestenfalls ein Strohfeuer verursacht haben. Das ist nicht mehr zeitgemäß, weil wir für Klimaneutralität rasch und wirksam handeln müssen”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Der Deutsche Städtetag habe deshalb ein Konzept entwickelt, wie Bund und Länder kommunalen Klimaschutz klug fördern können. Demnach sollen die Kommunen feste Budgets für Klimaschutz für mindestens zehn Jahre erhalten. “Das schafft vor Ort Planungssicherheit, um zum Beispiel Schulgebäude energetisch zu sanieren oder eine Wärmeversorgung ohne fossile Energie hinzubekommen”, so Dedy.

Zudem sollte sich die Höhe der Förderung eines Projektes nach den zu erwartenden Einsparungen richten, die ein Projekt mit sich bringt. Zwei bau- und kostengleiche Fahrradbrücken erhalten somit unterschiedlich hohe Fördermittel, wenn auf der einen Brücke voraussichtlich mehr Radfahrerinnen und Radfahrer unterwegs sind als auf der anderen Brücke.

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