Flughafen Düsseldorf als Modellprojekt?

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Am Flughafen Düsseldorf (Foto) könnte es ein Modellprojekt für eine neue Form der Luftsicherheitskontrolle geben. (BS/Andreas Wiese, Flughafen Düsseldorf)

Der Düsseldorfer Flughafen könnte künftig möglicherweise zum bundesweiten Modellprojekt für eine veränderte Luftsicherheitskontrolle und Abfertigung der Passagiere werden. Diese Aufgabe könnten dann wieder staatlich beschäftigte Kräfte übernehmen. Dafür plädiert zumindest die SPD-Bundestagsabgeordnete Zanda Martens.

Sie ist Berichterstatterin für Fluggastrechte im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestags. Am Düsseldorfer Flughafen herrscht derzeit massiver Personalmangel bei dem privaten Dienstleister, der dort die Passagierkontrollen durchführt. Und das schon seit längerem. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt die Idee. Ihr Bezirk Bundespolizei fordert bereits seit Jahren eine Neuordnung der Organisation der Luftsicherheitsaufgaben. Diese sollen nach GdP-Meinung in einer Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) gebündelt werden, die wiederum in der Hand des Bundes liegt. Diese AöR würde vollumfänglich in eigener Zuständigkeit die Personalverantwortung und Arbeitgeberschaft für ausschließlich nur noch mit den Aufgaben zu betrauende Luftsicherheitsassistenten des Bundes einschließlich Sicherheitsüberprüfungen, Schulungen und Qualifizierungen übernehmen. Die Luftsicherheitsassistenten des Bundes könnten aufgrund des Qualifizierungsniveaus in den der AöR obliegenden verschiedenen Tätigkeitsfeldern schwerpunktgerecht und flexibel eingesetzt werden. Bei dem GdP-Konzept wäre auch eine Übernahme von bisher bei privaten Dienstleistern Beschäftigten in das Beschäftigungsverhältnis als Luftsicherheitsassistenten des Bundes mit umfasst.

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