Sachsen-Anhalt baut LKA-Zentrale

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Innenministerin Dr. Tamara Zieschang (erste von rechts) und Finanzminister Michael Richter (zweiter von rechts) (beide CDU) vor dem Gelände, wo die neue LKA-Zentrale entstehen soll. (Foto: BS/IM LSA)

Als das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt (LKA) in die Wände und Decke seines Standorts in Magdeburg bohrte, fand es, was es nicht finden wollten. Es sollte nur eine Routinekontrolle der Bausubstanz sein. Doch das LKA entdeckte gesundheitsschädliche – möglicherweise krebserregende – Kunststofffasern als Dämmmaterial.

Zudem müssten hier und an den anderen LKA-Standorten im Land die Datenleitungen erneuert werden. Ein Sanierung des Gebäudes in Magdeburg erwies sich als unwirtschaftlich. Noch dazu war eine Baustelle bei laufendem Betrieb nicht mit dem Arbeitsschutz zu vereinbaren.

Jetzt wird neu gebaut und zentralisiert. Auf sieben Hektar Land in Barleben bei Magdeburg entsteht eine neue LKA-Zentrale. Sie soll später 20.000 Quadratmeter Bürofläche, 700 Beschäftigte und – unter anderem – ein Biologie- und ein Chemielabor beherbergen.

Die Landesinnenministerin Dr. Tamara Zieschang erklärte: “Um bestmögliche Ermittlungserfolge zu erzielen, sind moderne und zeitgemäße Arbeitsmöglichkeiten eine Grundvoraussetzung.” Der Neubau schaffe diese Voraussetzungen.

Die Immobilien- und Projektmanagementgesellschaft Sachsen-Anhalt (IPS) ist für den Bau verantwortlich. Das Land hat die IPS erst in diesem Jahr gegründet und ausfinanziert. Die LKA-Zentrale ist ihr erstes großes Projekt.

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