Polizei auf dem Radl

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Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und Polizistinnen und Polizisten der Bayerischen Polizei stellen die neue Fahrradstaffel vor. (Foto: BS/Alexandra Beier)

Die Verkehrswende kommt zur bayrischen Polizei. Die Münchner Polizei hat die erste hauptamtliche Fahrradstaffel. Hinzu kommt im nächsten Monat eine Fahrradeinheit in Nürnberg. Ein Jahr lang testet die Bayerische Polizei das Konzept, doch sie meint es schon jetzt ernst.

Im Moment schwingen sich drei Polizistinnen und Polizisten in München hauptamtlich auf’s Radl. Sie koordinieren zwölf weitere Fahrradstreifen bei verschiedenen Polizeidienststellen in München. Das Einsatzgebiet der neuen Einheit ist vielfältig. “Im Rahmen unseres Pilotprojekts werden wir insbesondere den Radl-Einsatz bei Fahndungen, Vermisstensuchen oder Ruhestörungen testen”, erklärt Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Aber auch bei Verkehrsunfällen, Veranstaltungs- und Versammlungsschutz könne die Staffel zum Einsatz kommen. Sogar beim G7-Gipfel in Elmau plane er Radlstreifen ein.

Der Hauptvorteil der Fahrräder sei, dass die Polizisten damit überall hinkommen könnten. Staus seien kein Problem für das Fahrrad. Außerdem seien Räder gut für die Umwelt und die Gesundheit der Polizisten. Zu guter Letzt wirkten Streifenpolizisten auf Rädern ansprechbarer als ihre Kollegen in Autos.

Der Innenminister rechnet fest mit einem Erfolg. Schon jetzt besitzen 800 Polizeikräfte die Fahrraduniform der bayrischen Polizei. Es existieren über 600 Fahrräder und Pedelecs im Polizeidesign und in zivil. Zudem sei für den Haushalt 2023 eine Viertelmillion Euro beantragt, betont Herrmann.

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