Weniger illegale Waffen

0
172
Illegale Waffen fallen nur auf, wenn das Bundeskriminalamt kontrolliert. Daher ist die Aufklärungsquote bei Verstößen gegen das Waffengesetz hoch, doch es könnten noch mehr Waffen im Umlauf sein. (Foto: BS/Jason Gillman/pixabay.com)

Das Bundeskriminalamt (BKA) zählte im letzten Jahr weniger Verstöße gegen das Waffengesetz. Damit setzt sich ein Trend fort. Doch für die Zukunft rechnet das BKA damit, dass eine Sorte Waffen mehr wird.

Seit dem Jahr 2018 gibt es jedes Jahr weniger Verstöße gegen das Waffengesetz und das Waffenkontrollgesetz. In seinem Jahresbericht 2021 stellte das BKA rund 32.000 Straftaten fest, ein Rückgang um etwa 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zudem registrierte die Polizei nur noch halb so viele Waffen wie im Vorjahr, die im Internet ge- oder verkauft wurden. Dies führt das BKA unter anderem auf seine Razzien bei Darknet-Marktplätzen zurück. Deswegen ließen manche Betreiber solcher Plattformen gar keine Waffenverkäufe mehr zu. Allerdings habe sich der illegale Handel neue Vertriebswege gesucht. Das BKA beobachtet, dass Kriminelle Waffen nun eher bei Messenger-Diensten und in verschlüsselten Telefonaten kaufen und verkaufen.

Nach wie vor bestünde das größte Problem in umgerüsteten Schreckschusspistolen aus der Türkei, rückgebauten slowakischen Flobertwaffen und Kriegswaffen aus den Westbalkan-Staaten.

Vor allem jedoch warnt das BKA, dass künftig mehr und mehr Schusswaffen mithilfe von 3D-Druckern hergestellt werden. Die Fallzahlen stiegen seit Jahren langsam aber stetig. Die Kriminellen überarbeiteten die Herstellungsanleitungen. Zusätzlich rechnen die Polizistinnen und Polizisten damit, dass die Materialien für 3D-Drucker sich verbessern werden. Zwar sei in Deutschland noch kein Angriff mit einer solchen Waffe bekannt. Aber das werde sich ändern.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here