Wolski meint

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Dipl.-Ing. (Univ.) Reinhard Wolski Generalmajor a.D. Reinhard Wolski ist Senior Expert des Behörden Spiegel.

(BS) Nachdem die Europäische Union am 21.März ihren 47-seitigen “Strategic Compass for Security and Defence” verabschiedet und veröffentlicht hatte, einigte sich die NATO am 29. Juni auf das neue, 14-seitige “NATO 2022 – Strategic Concept”. Damit liegen für EU und NATO die grundlegend erneuerten Sicherheits- und Verteidigungskonzepte vor, einstimmig beschlossen durch die jeweiligen Mitgliedsnationen. 

Erstmal: Was für ein Erfolg in was für einer Krise. Wir wissen, dass diese Dokumente einen Konsens mit vielen Kompromissen bedeuten, aber sie zeigen Kohäsion, trotz der Versuche des wegen Kriegsverbrechens angeklagten Wladimir Putin, diese Kohäsion anzugreifen.

Und die Glanzleistung des NATO-Generalsekretärs, Vorbehalte gegen den Beitritt Schwedens und Finnlands vor dem Gipfel auszuräumen, verdient Respekt.

Aber nun beginnt besonders für NATO die Arbeit:  Die Allied Joint Doctrine muss überprüft und angepasst werden. Die Kommandostrukturen müssen – insbesondere im Norden – ebenfalls angepasst werden.  Die neue Vorgabe to “strengthen forward defences, enhanced battlegroups in the eastern part of the Alliance, and an increase in the number of high readiness forces to well over 300,000” muss von den Planern in NATO und den Mitgliedsländern umgesetzt werden und in neuen operativen Plänen und Truppenstrukturen münden.  Dazu viel Erfolg!

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