Suchtmittelkriminalität in Österreich weiter rückläufig

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Stellte den aktuellen Suchtmittelbericht vor: Österreichs Innenminister Gerhard Karner (hier auf dem Europäischen Polizeikongress des Behörden Spiegel). (Foto: BS/Boris Trenkel)

In Österreich ist die Zahl der Delikte im Bereich der Suchtmittelkriminalität im vergangenen Jahr zurückgegangen. Die Abnahme betrug 13,6 Prozentpunkte. Das geht aus dem Suchtmittelbericht 2021, der von Innenminister Gerhard Karner sowie dem Bundeskriminalamt jüngst präsentiert wurde.

“Der Rückgang der Anzeigen bestätigt die konsequente Polizeiarbeit im Bereich der Suchtmittelkriminalität in ihrer Gesamtheit, vom Besitz kleiner Mengen illegaler Drogen bis hin zur organisierten Kriminalität. Wesentlich sind dabei internationale Vernetzung und Zusammenarbeit der Polizei- und Zollbehörden. Der Kontrolldruck wird nach wie vor aufrechterhalten”, unterstrich der Wiener Ressortchef.

Im vergangenen Jahr wurden landesweit 34.837 Fälle von Suchtmittelkriminalität polizeilich bekannt. Das ist die niedrigste Zahl seit 2015. Bei den Verbrechen gab es jedoch einen leichten Anstieg um 0,6 Prozent auf 3.214 Fälle. 2021 wurden unter anderem rund 72 Kilogramm Heroin, 81 Kilogramm Kokain, 2.100 Kilogramm an Cannabisprodukten, rund 53.000 Stück Ecstasy, 83,5 Kilogramm Amphetamin, 10,5 Kilogramm Methamphetamin sowie 181 Kilogramm Khat sichergestellt.

Die größte Gruppe der Tatverdächtigen war auch 2021 jene der 25- bis 39-Jährigen (13.208 Personen). Die Altersgruppe der Unter-18-jährigen befand sich auf einem Rekordtief (4.318 Personen). Die Anzahl der inländischen Tatverdächtigen steigt seit dem Jahr 2017 kontinuierlich an. 2021 wurden 22.627 Anzeigen (68,6 Prozent) gegen inländische und 10.369 Anzeigen (31,4 Prozent) gegen ausländische Tatverdächtige erstattet. Der Ausländeranteil ist sowohl bei den Verbrechens- als auch bei den Vergehenstatbeständen gestiegen, lag im Bereich der Schwerkriminalität mit rund 50 Prozent allerdings besonders hoch. Am häufigsten angezeigt wurden Personen aus Serbien, gefolgt von Deutschland, der Türkei und Afghanistan. Wie schon in den vergangenen Jahren führten serbische Tatverdächtige auch die Verbrechenstatbestände deutlich an.

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