Feuerwehrarbeit als krebserregend eingestuft

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Viele Stoffe, die bei einer Verbrennung ent- stehen können, werden von der Internatio- nalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als krebserregend eingestuft. (BS/Benedict Rottmann, pixabay.com)

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat Feuerwehrarbeit als krebserregend eingestuft. Dies gab die Agentur in einer neuen Monografie an. Bisher wurde die Arbeit von Feuerwehrfrauen und -männern von der Organisation als “möglicherweise krebserregend” eingestuft.

Es gebe ausreichende Beweise für Krebs beim Menschen für die Krebsarten Mesotheliom und Blasenkrebs in Folge der Brandbekämpfung. Für die Krebsarten, wie Hodenkrebs oder Melanome der Haut habe es begrenzte Hinweise gegeben. Feuerwehrleute seien durch ihre Arbeit einer Vielzahl von Stoffen ausgesetzt, die bei der Verbrennung von Material entstehen. Zu diesen Stoffen zählen u. a. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, flüchtige organische Verbindungen, Metalle und Feinstaub. Zudem gebe es weitere Gefahrenquellen wie Hitzestress, Schichtarbeit und andere Strahlungen, die krebserregend sein könnten. Welche Konsequenzen aus der neuen Einstufung resultieren, ist noch nicht absehbar. Marcus Bätge, Geschäftsführer der FeuerKrebs gUG, begrüßte die Einstufung und forderte: “Die FeuerKrebs gUG fordert eine stringentere Umsetzung bereits vorhandener Gesetze und Verordnungen (GefStoffV§10), die Schaffung gesetzlicher Maßnahmen für eine Anerkennung als Berufskrankheit auf politischer Ebene und strebt die Durchsetzung von Ansprüchen auf Versorgungsleistungen bei Krebserkrankungen bei betroffenen Feuerwehrleuten an. Was wir wollen, ist eine spezielle Gesetzgebung, die berufsbedingte Krebserkrankungen verwaltungstechnisch und unbürokratisch anerkennt und es ermöglicht, Entschädigungen zu gewähren, die den krebskranken Feuerwehrleuten nicht nur moralisch zustehen.”

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