“Bäderlockdown”

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Ist das das Schicksal der Schwimmbäder in Deutschland? (Foto: BS, Armin Forster, pixabay.com)

“Die Bäderallianz weiß um die Energieverbräuche der Bäder, ist aber dennoch der Meinung, dass diese auch in Krisenzeiten geöffnet bleiben sollten.” Der Zusammenschluss führender Verbände und Institutionen des Badewesens und Schwimmens in Deutschland plädiert daher für ein stufenweises Energiesparen.

In einem Positionspapier spricht sich die Bäderallianz gegen einen “Bäderlockdown” aufgrund der steigenden Energiepreise aus und fordert eine differenziertere und längerfristige Betrachtungsweise. Auch in Krisenzeiten müssten Bäder geöffnet bleiben, da sie der Gesundheitsförderung, der Rettungsschwimmer-, Lehr- und Fachkräfteausbildung sowie dem Schwimmenlernen dienen und als Schulsportanlage die Pflichtaufgaben der Kommunen erfüllen. Zudem sind sie laut dem Zusammenschluss aller wichtigen Interessensvertreter der Bäder, dem auch die DLRG angehört, zur Vermeidung des Ertrinkungstodes wichtig.

Daher spricht sich die Bäderallianz für einen Dreistufenplan aus, welcher größere Wärmemengen einsparen und Nutzergruppen weniger stark einschränken soll:

Zunächst sollten hochtemperierte Außenbecken abgeschaltet und Freibäder unbeheizt zum Saisonende gebracht werden. In einem zweiten Schritt sollten alle freizeitaffinen Becken außer Betrieb gehen – abgesehen von Sportbecken und Lehrschwimmbecken. Und zuletzt sollte die Wassertemperatur in den verbleibenden Sport-/Lehrschwimmbecken auf maximal 26°C gesenkt werden.

Des Weiteren weißen die Interessenvertreter auf die sozialen und wirtschaftlichen Folgen hin, sollte es zu Schließungen. Vor allem die Mitarbeitenden müssten durch ein (aufgestocktes) Kurzarbeitergeld an die Bäder gebunden werden, damit diese in Zeiten der Inflation nicht langfristig als Arbeitskräfte verloren gehen.

Das vollständige Positionspapier finden Sie hier.

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