reFuels für das Energieimportland

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Solarstrom, Wasserstoff, Methanol, Kerosin – sieht so ein zukunftsfähiger und klimaneutraler Kraftstoffimport aus? (Foto: BS, Bru-nO, pixabay.com)

“Baden-Württemberg ist wie ganz Deutschland ein Energieimportland und wird es auch bleiben”, weiß Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Im Rahmen der Roadmap reFuels BW will das Land daher mit internationalen Partnern bei der Produktion und dem Einsatz synthetischer Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien (reFuels) zusammenarbeiten.

Das Baden-Württembergische Landeskabinett billigt die Roadmap reFuels BW des Verkehrsministeriums und legt damit eine wichtige Grundlage für die internationale Zusammenarbeit bei der Herstellung klimaneutraler Kraftstoffe. “Insbesondere in Bereichen wie Flugverkehr, Schifffahrt und Langstreckentransporten sind synthetische Kraftstoffe wichtig, weil batterieelektrische Lösungen nicht in Sicht sind”, erläutert Verkehrsminister Winfried Hermann. Neben Vorschlägen für den Einsatz der Kraftstoffe im Land enthalte die Roadmap konkrete Projekte, mit denen man die Produktion von reFuels vom Forschungsmaßstab in den industriellen Maßstab heben wolle, ergänzt er.

Zu diesen Projekten zählt beispielsweise ein Vorhaben aus Heilbronn, in Andalusien mit Hilfe von Solarstrom Wasserstoff und als Folgeprodukt Methanol herzustellen. Das kann dann wiederum in Karlsruhe, in der zweitgrößten deutschen Raffinerie MiRO, zu verschiedenen Kraftstoffen wie Kerosin und Benzin weiterverarbeitet werden. Dafür soll im Herbst laut Kretschmann “ein Letter of Intent mit Andalusien für eine Klima- und Energiepartnerschaft unterzeichnet werden”. Auch mit windreichen Regionen, wie Schottland, würden gerade Möglichkeiten ausgelotet, bei den Themen klimaneutrale Kraftstoffe und Wasserstoff zu kooperieren.

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