Öffentliche Schulden auf neuem Höchststand

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Mehr als 2,3 Billionen Euro. Der Staat hat so viele Schulden wie noch nie. (Foto: David Schwarzenberg, pixabay.com)

Der Staat war Ende 2021 mit 2.321,1 Milliarden Euro verschuldet. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) entspricht dies einer Pro-Kopf-Verschuldung von 27.922 Euro, und damit 1.782 Euro mehr als Ende 2020.

Die öffentliche Verschuldung zum Jahresende 2021 stieg gegenüber dem Jahresende 2020 um 6,8 Prozent oder 148,3 Milliarden Euro und damit auf den höchsten jemals in der Schuldenstatistik gemessenen Schuldenstand. Der Anstieg sei Destatis zufolge insbesondere beim Bund, aber auch bei einigen Ländern weiterhin auf Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie zurückzuführen.

Schulden des Bundes steigen um 10 Prozent

Der Bund war Ende 2021 mit 1.548,5 Milliarden Euro verschuldet. Der Schuldenstand stieg damit gegenüber dem Jahresende 2020 um 10,3 Prozent. Die Schulden der Länder stiegen indes um nur 0,4 Prozent auf 638,5 Milliarden Euro an.

Die Flächenländer verzeichneten im Jahr 2021 eine Pro-Kopf-Verschuldung von 6.562 Euro. Am höchsten war die Verschuldung je Einwohnerin und Einwohner im Saarland mit 14.811 Euro, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 11.391 Euro. Die Verschuldung pro Kopf war im Ländervergleich in Bayern mit 1.512 Euro und in Sachsen mit 1.554 Euro auch 2021 am niedrigsten, obwohl hier die höchsten prozentualen Zuwächse der Schuldenstände gegenüber 2020 (Bayern (+11,5 Prozent), Sachsen (+24,4 Prozent)) ermittelt wurden.

Kommunale Verschuldung steigt um 0,6 Prozent

Die kommunale Verschuldung wuchs im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozent beziehungsweise 0,8 Milliarden Euro auf 134,2 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1.744 Euro.

Laut Destatis wiesen die Kommunen in Rheinland-Pfalz mit 3.031 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung vor dem Saarland mit 2.918 Euro auf. Darauf folgte Nordrhein-Westfalen mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2.833 Euro. Die geringste kommunale Pro-Kopf-Verschuldung verzeichnete – wie im Vorjahr – Sachsen mit 549 Euro, gefolgt von Brandenburg mit 567 Euro und Baden-Württemberg mit 917 Euro.

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