E-Payment in den meisten Kommunen etabliert

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Zwar bieten 81 Prozent der befragten Kommunen E-Payment an, jedoch nur für einen kleinen Teil der Bürgerdienste. (Foto: BS/Maria, pixabay.com)

46 Prozent der Kommunen sind nach wie vor nicht gut auf die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) vorbereitet. Das zeigt die neue, repräsentative Studie “E-Payment und kommunales Finanzmanagement”. Herausgeber der Studie ist S-Public-Services, das Kompetenzcenter für E-Government der Sparkassen-Finanzgruppe, gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, unterstützt durch den Sponsor Visa. Durchgeführt wurde die Studie durch das Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. an der Universität Leipzig.

E-Payment: Große Unterschiede zwischen den Kommunen

Mittlerweile bieten zwar 81 Prozent der Städte und Gemeinden E-Payment für mindestens einen Bürgerdienst an, die Mehrzahl der Kommunen stellt E-Payment jedoch nur für einen kleinen Teil der Bürgerdienste zur Verfügung. Insgesamt schätzen die meisten Kommunen das Potenzial von E-Payment aber als deutlich höher ein. Auch die Höhe der über E-Payment abgewickelten Gebühren sei insgesamt noch deutlich ausbaufähig.

Als Gründe für die in Teilen verhaltene Nutzung nennen Kommunen unter anderem die fehlende, interne Akzeptanz oder zu langsame Prozesse in kommunalen Rechenzentren. Gleichzeitig nehmen einzelne Kommunen bereits Gebühren in siebenstelliger Höhe via E-Payment ein. Auffällig sei, dass die Höhe der digitalen Transaktion nicht mit der Größe der jeweiligen Kommune korreliere. Zudem steigen die Personalkosten für das Management von Bargeld und Überweisungen in größeren Kommunen überproportional an.

Meistgenutzte Bezahlverfahren: giropay/paydirekt

Kreditkarten wie Visa oder Mastercard sind zur Onlinebezahlung von Gebühren in mehr als der Hälfte der befragten Kommunen bereits eingebunden. Auch greifen immer mehr Kommunen auf den US-amerikanischen Bezahldienst PayPal (42 Prozent) zurück. Das mit Abstand meistgenutzte Bezahlverfahren bleibt aber giropay/paydirekt (65 Prozent). Letzteres unter anderem aufgrund der gegebenen Zahlungseingangsgarantie, die für 89 Prozent der befragten Kommunen ein essenzielles Kriterium ist.

Bankdarlehen und Kommunalkredite dominieren die Finanzierung

Um den Unterhalt der bestehenden Infrastruktur und die Sozialabgaben mit aufzufangen, nutzen Kommunen – unabhängig von der Gesamtverschuldung – überwiegend Einzelkredite zur Finanzierung. Nur 57 Prozent der befragten Kommunen setzen hierbei auf ein aktives Portfoliomanagement. Auffällig ist, dass besonders hoch verschuldete Kommunen (83 Prozent) ein aktives Zins- und Schuldenmanagement betreiben. 

“Unsere Studie zeigt, wie wichtig E-Payment für ein nachhaltiges und digitalisiertes Finanzmanagement in den Kommunen ist. Gerade in den Bereichen, in denen Gebühren häufiger anfallen, sind die Potenziale zur Kostenreduktion am höchsten. So sieht es eine überwältigende Mehrheit der Kommunen, auch vor dem Hintergrund der bereits vollzogenen Zinswende”, kommentiert Ralf Linden, Geschäftsführer von S-Public Services, die Ergebnisse.

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