Neue Internetwache in Nordrhein-Westfalen

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In Nordrhein-Westfalen existiert nun eine neue polizeiliche Internetwache. (Foto: BS/Anne Garti, www.pixelio.de)

Über eine neue virtuelle Plattform der nordrhein-westfälischen Polizei, die Internetwache, können Bürgerinnern und Bürger ab sofort online Anzeigen erstatten, Hinweise geben oder Anträge stellen. Opfer einer Straftat können sich zudem über ihre Rechte sowie Hilfsangebote und entsprechende Anlaufstellen informieren.

Mithilfe eines interaktiven Wachenfinders können Bürger außerdem schnell und einfach eine analoge Dienststelle in der Nähe finden oder nach einer bestimmten Wache suchen. Außerdem können nun auch Versammlungen angemeldet werden.

Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärte: “Das Leben spielt sich mehr und mehr in der digitalen Welt ab. Eine bürgernahe Polizei muss deshalb nicht nur auf den Straßen, sondern auch im Netz präsent sein – rund um die Uhr und für jedermann zugänglich.” Die Internetwache sei eine zeitgemäße Möglichkeit für Menschen in Nordrhein-Westfalen, mit der Polizei in Kontakt zu treten. “In Notfällen sollte man aber weiterhin die 110 wählen”, so der Ressortchef weiter.

Auch in der Vergangenheit existierte in Nordrhein-Westfalen eine polizeiliche Internetwache. Diese wurde nun mit einem neuen Layout und neuen Funktionen versehen. Außerdem ist sie über eine geänderte Adresse erreichbar. Bei der technischen Umsetzung wurden auch Aspekte der Barrierefreiheit berücksichtigt. “Die meisten Menschen sind heute mit dem Smartphone im Netz unterwegs. Deshalb haben die Entwickler darauf geachtet, dass sich die neue Internetwache auch mit mobilen Endgeräten optimal nutzen lässt”, betonte Reul.

Zudem führte er angesichts massiv ansteigender Anfragen und digital eingereichter Vorgänge an: “Indem wir polizeiliche Aufgaben digitalisieren, machen wir sie noch ein Stück effizienter und transparenter. Viele Anträge können komplett digital bearbeitet und nachverfolgt werden. Mit der Modernisierung der Internetwache wollen wir die polizeiliche Fall- und Sachbearbeitung weiter optimieren.”

An der “Einer-für Alle-Lösung” (EfA) zur Online-Anzeige beteiligt sich Nordrhein-Westfalen aber weiterhin nicht.

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