GdP warnt vor mangelnder Beleuchtung

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Der Landesvorsitzender der GdP Niedersachsen, Kevin Komolka, fordert das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung beim Drosseln der Beleuchtung im öffentlichen Raum zu berücksichtigen. (Foto: BS/ GdP)

Die GdP Niedersachsen warnt davor, aufgrund steigender Energiepreise die Beleuchtung im öffentlichen Raum unbedacht zu reduzieren. “Die kommunale Stadtplanung muss Angsträume vermeiden und den Einfluss auf die öffentliche Sicherheit bedenken,” fordert Kevin Komolka, Landesvorsitzender der GdP Niedersachsen.

Im Hinblick auf rasant steigende Energiepreise als Folge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine werden vermehrt Maßnahmen zur Energieeinsparung diskutiert. Seit September gilt deshalb die neue Energiesparverordnung des Bundes. Sie sieht unter anderem vor, dass Denkmäler und Gebäude nachts nicht länger aus ästhetischen Gründen angestrahlt werden. Notbeleuchtung und kurzzeitige Beleuchtung im Rahmen von Kulturveranstaltung sind von dieser Regel ausgenommen. Außerdem müssen Leuchtreklamen in der Zeit zwischen 22 und 16 Uhr abgeschaltet werden, wenn sie nicht der Verkehrssicherheit dienen. Es steht den Ländern frei, strengere Maßnahmen zu ergreifen.

Kevin Komolka, Landesvorsitzender der GdP Niedersachsen, betont die große Bedeutung beleuchteter Parks, Plätze und Straßen für das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. “Wir gehen zwar nicht davon aus, dass die Kriminalitätsrate sofort durch die Decke geht, wenn Werbetafeln und öffentliche Gebäude nicht mehr angestrahlt werden. Aber wir rufen die Politik dazu auf, die getroffenen Entscheidungen mit Bedacht umzusetzen, um die notwendigen Einsparungen so zu realisieren, dass auch nachgelagerte negative Effekte weitestgehend vermieden werden.”

Besonders im Hinblick auf die kürzer werdenden Tage und die komplexe politische Lage warnt der Landesvorsitzende davor, “durch politische Entscheidungen das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung negativ zu beeinflussen. “

Die Gewerkschaft empfiehlt deshalb die Suche nach praxisnahen Lösungen wie energiesparenden Leuchtmitteln oder Bewegungsmeldern. Auch das Ausloten von Gebieten, in welchen teilweise Beleuchtung ausreichend erscheint, sei denkbar.

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