Ethereum 2.0, Smart Contracts & NFTs: Die wichtigsten Ethereum-Buzzwords einfach erklärt!

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(Foto: BS/Choong Deng Xiang)

In den letzten Jahren ist der Begriff Ethereum immer häufiger in den Medien aufgetaucht. Es scheint, als würde das Interesse an dieser Blockchain-Plattform mit jedem Tag wachsen. Doch was ist Ethereum eigentlich und welche Rolle spielen Smart Contracts & NFTs?

Sicherlich sind dies wichtige Fragen, welche Anleger beantwortet wissen wollen, ehe sie den Schritt auf den Markt wagen. Die Möglichkeiten zum Handel sind dabei zahlreich und auch beliebte Zahlungsmethoden wie Marktführer PayPal lassen sich problemlos dafür nutzen. Millionen von Nutzern vertrauen auf die Dienste des Unternehmens und Ethereum kaufen mit PayPal gehört zu den bevorzugten Methoden. Die schnelle Verfügbarkeit von Kryptos, eben weil auf den Marktplätzen flexibel eingezahlt werden kann, gehört für Anleger zu einem der wichtigsten Kriterien.

Grund genug, ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen und die wichtigsten Begriffe rund um die zweitgrößte Kryptowährung zu erklären. So können auch Einsteiger in der Welt der Kryptowährungen die Grundlagen verstehen und mitreden.

Ethereum 2.0

Ethereum 2.0 ist die nächste Generation der Ethereum-Blockchain, die derzeit in Entwicklung ist. Es wird eine völlig neue Blockchain sein, die auf einem Proof-of-Stake-Konsensmodell basiert, im Gegensatz zu dem aktuellen Proof-of-Work-Modell. Dies bedeutet, dass Ethereum 2.0 deutlich energieeffizienter sein wird als die aktuelle Ethereum-Blockchain.

Außerdem wird es eine Reihe von Verbesserungen im Bereich der Skalierbarkeit und der Geschwindigkeit bieten. So wird es etwa möglich sein, mehrere Transaktionen gleichzeitig auszuführen (Multithreading), was die Geschwindigkeit erheblich erhöhen wird.

Des Weiteren wird das Update ein sogenanntes Sharding implementieren. Sharding bedeutet, dass die Blockchain in mehrere kleinere Blöcke („Shards“) aufgeteilt wird, sodass jeder Block nur einen Bruchteil der gesamten Blockchain enthält. Dies ermöglicht den Knoten, sich auf einen kleineren Teil der Blockchain zu konzentrieren und so die Skalierbarkeit deutlich zu verbessern. Das Update wird in drei Phasen entwickelt und eingesetzt werden. Dazu zählen:

  • Phase 0 – Beacon-Chain
  • Phase 1 – Shard-Chains
  • Phase 2 – State Execution

Bisher ist das neue Update auf ETH 2.0 nicht vollständig ausgerollt, es soll sich mittlerweile aber bereits auf der Zielgeraden befinden. Laut Aussage einiger Experten erfolgt die vollständige Implementierung noch im Laufe des Jahres 2022, allerdings tauchten auch Berichte im Netz auf, dass die Veröffentlichung nicht vor 2023 zu erwarten sei.

Smart Contracts

Viele Leute haben von „Smart Contracts“ gehört, aber nur wenige wissen, was sie sind und wie sie funktionieren. Smart Contracts sind computergestützte Verträge, die automatisch ausgeführt werden, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Diese Verträge werden auf der Blockchain gespeichert und können von jedem abgerufen werden, der Zugang zu dieser besitzt.

Sie ermöglichen es auch, dass Transaktionen zwischen zwei oder mehreren Parteien ohne den Einsatz eines Vermittlers vonstattengehen. Durch die Verwendung können finanzielle Transaktionen schneller und kosteneffizienter abgewickelt werden.

Das Besondere an Smart Contracts ist, dass sie dezentralisiert und tamper-proof sind. Dezentral bedeutet, dass sie nicht von einer zentralen Stelle kontrolliert werden – im Gegensatz zu normalen Verträgen, die von Regierungen oder Unternehmen kontrolliert werden.

Tamper-proof heißt, dass sie nicht manipuliert werden können – im Gegensatz zu normalen Verträgen, die von Menschen geschrieben und deshalb anfällig für Fehler oder Manipulation sind. Sie können für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen verwendet werden, z. B. für die Abwicklung von Wertpapiergeschäften oder die Automatisierung von Lieferketten.

NFTs

NFTs sind digitale Objekte, die auf der Ethereum-Blockchain gespeichert werden. Diese Objekte können alles Mögliche sein, von digitalen Kunstwerken hin zu Spielobjekten. Einer der interessantesten Aspekte an NFTs ist, dass sie nicht austauschbar sind – jedes von ihnen ist einzigartig.

Das Besondere an NFTs ist auch, dass sie auf der Ethereum-Blockchain gespeichert werden. Die Blockchain ist eine dezentrale Datenbank, die von vielen verschiedenen Computern rund um die Welt gehostet wird. Diese Computer werden als „Node“ bezeichnet. Jede Node hat eine Kopie der gesamten Blockchain. Sobald jemand einen Smart Contract auf der Ethereum-Blockchain erstellt, wird dieser auf allen Nodes gespeichert.

Wer sich also dazu entscheidet, einen NFT zu erstellen, dann wird dieser auf allen Nodes gesichert. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass NFTs extrem sicher sind – es gibt keinen Ort, an dem sie gestohlen oder verloren gehen können.

Wie bereits erwähnt, sind die NFTs – wie ihr Name verrät – nicht austauschbar, wodurch jedes digitale Kunstwerk einzigartig ist. Dies bedeutet, dass diese ausgezeichnet für die Verwaltung von digitalen Sammlungen und Inventaren geeignet sind. Beispielsweise könnte man eine Sammlung von digitalen Kunstwerken als NFT speichern, um diese sicher aufzubewahren oder zu verkaufen.

Diesen Vorteil machte sich 2021 auch der deutsche Rapper Kool Savas zum Vorteil. Er verbrannte den Lyrics Zettel zu seinem ersten Song „King of Rap“ und bewahrte diesen seither als digitales Kunstwerk auf. Kurze Zeit später verkaufte er dieses am 14. Oktober für 30.000 €.

Außerdem können sie auch verwendet werden, um digitales Eigentum zu repräsentieren. Beispielsweise könnte man ein Haus als NFT speichern und so den Besitz des Hauses verfolgen. Wenn das Haus verkauft wird, könnte man den neuen Besitzer leicht finden, indem man nach dem entsprechenden NFT sucht. Somit wäre es für Diebe unmöglich, das Eigentum zu stehlen und unerkannt zu bleiben, da der neue Besitzer sofort sichtbar wäre.

Fazit: Eine interessante Zukunft steht dem Netz bevor

Ethereum 2.0, Smart Contracts und NFTs sind die Komponenten, welche Ethereum zu einer leistungsfähigen und vielseitigen Blockchain-Plattform machen. Durch das Update können Entwickler dezentrale Anwendungen erstellen, die Smart Contracts ausführen können. Nutzer haben dank NFTs die Möglichkeit, digitale Objekte zu teilen, zu verwalten und zu vermarkten. All diese Funktionen machen Ethereum ideal für die Erstellung und Verwaltung digitaler Inhalte. Diese Faktoren werden aller Voraussicht nach auch einen erheblichen Einfluss auf den Kurs haben. Auch wenn der Ethereum-Kurs in den letzten Monaten einen rapiden Abwärtstrend von über 4.144,35 € am 11. November 2021 auf 1.041,91 € am 12. Juli 2022 erlebt hat, geht es mittlerweile stetig bergauf. Sollte das Update wie gewünscht einschlagen, könnte der Ether einen gewaltigen Sprung nach oben erleben. Einige Analysten sehen den Kurs im Jahr 2023 jenseits der 5.000 US-Dollar Grenze.

Autorin: Jennifer Waltz

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