Fachkräftemangel in den Kommunen

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Gut ein Drittel der derzeit Beschäftigten werden in den nächsten zehn Jahren den Öffentlichen Dienst verlassen. (Foto: BS, RosZie, pixabay.com)

Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit, flexible Arbeitsbedingungen, bessere Ausstattung der Schulen und Anwerben von Fachkräften aus dem Ausland – die kommunalen Spitzenverbände drängen darauf, dann im Kampf gegen den Fachkräftemangel alle Handlungsoptionen angegangen werden.

Die Kommunen leiden unter dem Fachkräftemangel, darin sind sich die kommunalen Spitzenverbände einig und fordern ein Nachschärfen der Fachkräftestrategie der Bundesregierung. Burkhard Jung, Vizepräsident des Deutschen Städtetages (DST), erklärt: “Der Fachkräftemangel trifft uns da, wo es weh tut.” Rund 300.000 Fachkräfte fehlen aktuell, so der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB), in den Kommunen. Dies betreffen nicht nur die IT-Spezialisten, sondern alle Verwaltungsbereiche, die kommunalen Unternehmen und besonders die Erzieherinnen und Erzieher. Hinzu komme, dass es ab 2025 rund 400.000 zusätzliche Erwerbstätige aus Handwerk und Technik bräuchte, um die Klimaziele zu erreichen, erläutert der DST.

Sowohl der DST als auch der DStGB fordern daher, gezielter und umfangreicher Menschen aus dem Ausland anzuwerben. “Dazu gehören zum einen eine Vereinfachung des geltenden Rechts, eine schnellere Anerkennung von Berufsqualifikationen, keine “Abwertung” von ausländischen Schulabschlüssen und die gezielte Förderung des Spracherwerbs nicht nur für die Zuwanderer, sondern auch für die Familienangehörigen”, so Uwe Lübking, Beigeordneter des DStGB.

Ein wichtiger Handlungspunkt sei “eine bedarfsgerechte Ausstattung der Schulen mit zusätzlichen Fachkräften aber auch eine entsprechende Ausstattung der Schulen im digitalen Zeitalter”, fordert der beigeordnete, um möglichst vielen Schülerinnen und Schülern zu einem Schulabschluss zu verhelfen. Und der DST-Vizepräsident drängt darauf die duale Berufsausbildung auf Berufsbilder im Klimaschutz, in Nachhaltigkeit oder Digitalisierung auszurichten sowie flexible Arbeitsbedingungen zu schaffen und das Dienstrecht zu modernisieren. Des Weiteren müsse die Integration arbeitsloser Menschen in das Erwerbsleben nachhaltig gestärkt werden, indem Eingliederungs- und Verwaltungstitel besser ausgestattet werden, meint Lübking. “Der Schlüssel zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit liegt in einer verbesserten Betreuung durch die Jobcenter.”

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