Modern Workplace

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V.r.n.l.: Gérard Mons, Uwe Proll (Chefredakteur Behörden Spiegel), Marianne von Glasow, Ulrich Zuber, Waldemar Zgrzebski (Bechtle) (Foto: BS/Jacobson)

Die Arbeitsplätze haben sich verändert und sind zugleich in ihrer Transformation noch nicht abgeschlossen, darin waren sich Referentinnen und Referenten sowie Gäste des politischen Frühstücks zum Thema “Modern Workplace” einig.

Der moderne Arbeitsplatz ist facettenreich und heterogen”, erklärte Ulrich Zuber, Referatsleiter der Organisations- und Digitalisierungsberatung des Bundesverwaltungsamt, und entwickle sich vor allem anhand von externen Parametern, wie der Corona-Pandemie oder der Energiekriese. Dabei kritisierte er, dass dieser Transformationszünder aus der gemeinsamen Not käme, statt aus dem nachhaltigen Ansporn einer gemeinsamen Vision. Daher forderte er sich auf den Ursprungsgedanken des Modern Workplace, einen Arbeitsplatz, mit dem sich die Mitarbeitenden identifizieren können, zurückzubesinnen. Hierfür müssten zukünftig Zeit und Ort des Arbeitens heterogen organisiert und Raumkonzepte an die sich ändernden Bedarf angepasst werden. In diesem Sinne sei es auch an der Verwaltung, so Zuber, eigene Standards zu setzen.

Das mobile Arbeitsformen Auswirkungen auf die Arbeitsplätze haben, berichtete auch Marianne von Glasow, Referentin der Abteilung Zentrale Verwaltung des ITZBund. Sie erläuterte wie der zentrale IT-Dienstleister derzeit ortsflexibles Arbeiten eingeführt hat und wie dies bei den Beschäftigten aufgenommen wurde. Dabei sei vor allem das Home Base Prinzip wichtig geworden, erklärt sie. Das sieht vor, dass Mitarbeitende desselben Referats zusammensitzen, wenn sie ins Büro kommen, und Führungskräfte Räume für Mitarbeitergespräche oder die Verarbeitung sensibler Daten zur Verfügung gestellt bekommen. “Wir beim ITZBund wollen Begegnungs- und Kommunikationsstätten schaffen – Stille haben die Leute dann zuhause”, so von Glasow und ergänzte: “Die Anforderungen an die Dienststellen steigen, aber wir können nicht auf den Stand vor Corona zurück, denn dafür sind wir zu weit fortgeschritten.”

Wichtig sei bei allen Arbeitsplatzformen Sicherheit und Anwenderfreundlichkeit gleichermaßen in den Blick zu nehmen, erklärte Gérard Mons, Senior Service Manager von Bechtle. Die Endgeräte für den jeweiligen Nutzer im Homeoffice zu konfigurieren, ginge beispielsweise per Cloud, indem nur die Hardware an den Arbeitnehmer verschickt werde und das Endgerät nach Eingabe eines Nutzernamens und Passworts automatisch alle notwendigen Softwares installiere. Des Weiteren stellte Mons das granulare Zugriffsmanagement vor, welches zunächst jeden Nutzer als feindlich einstuft, bevor Zugriffsrechte vergeben werden.

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