DLRG zieht Bilanz: Mindestens 289 Ertrunkene

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Im Sommer 2022 sind mindestens 289 Ertrunkene in deutschen Gewässern zu beklagen. Die DLRG warnt: besonders an unbewachten Badeorten steigt das Risiko zu verunglücken. (Foto: BS/DLRG)

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat bekannt gegeben, dass im Sommer 2022 mindestens 289 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken sind. Damit ertranken allein im Sommer 2022 fast so viele Menschen wie im gesamten Vorjahr (299).

Als ursächlich für die hohe Zahl Verunglückter betrachtet die DLRG den langen Sommer und die damit verbundene Zunahme der Badenden. “Bereits der sehr warme Mai hatte seine Schatten vorausgeworfen: Im heißen August suchten viele Menschen noch einmal Abkühlung im Wasser und kamen leider allzu oft nicht mehr zurück”, so DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Insbesondere an warmen Tagen und während andauernder Hitzeperioden kommen Menschen in Gewässern zu Tode.

Während weniger Personen als im Vorjahr in den deutschen Meeren (Nord- und Ostsee) ertranken, nimmt die Zahl der Badeunfälle in Binnengewässern zu. Allein in Seen und Flüssen ertranken bislang 212 Menschen. Das entspricht knapp 73 Prozent der Gesamtzahl. Besonders an unbewachten Badeorten, unter Einfluss von Alkohol oder wenn Badende zur Selbstüberschätzung neigen, steigt das Risiko im Wasser tödlich zu verunglücken. Die DLRG- Präsidentin warnt: “Wir können nur immer wieder dazu aufrufen, nicht an unbewachten Badestellen oder in Flüssen schwimmen zu gehen. Die Gefahr, dort zu ertrinken, ist um ein Vielfaches höher.”

Auch im Zusammenhang mit dem Trendsport “Stand-Up Paddling“ kam es zu teilweise tödlichen Badeunfällen. Die Sportgeräte sind weitverbreitet und erschwinglich. Vor allem unerfahrene Sportlerinnen und Sportler unterschätzen das Risiko eines Kreislaufzusammenbruchs, wenn aufgeheizte Körper ins kühle Wasser stürzen.

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