Das ist leistbar

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Dipl.-Ing. (Univ.) Reinhard Wolski Generalmajor a.D. Reinhard Wolski ist Senior Expert des Behörden Spiegel.

Die Rede des Generalinspekteurs der Bundeswehr sollte man in Ruhe einmal nachschauen. Denn im Original hört sich das, was über das vergangene Wochenende teils öffentlich „bewertet“ wurde, anders an.

Die beachtlichen ukrainischen Gegenoffensiven drängen Russland erstmal zurück, ob ein Kulminationspunkt erreicht wurde steht nicht fest. Aber das russische Streitkräftepotenzial stellt nach wie vor eine Bedrohung für die Ostflanke der NATO dar. Das ist – neben dem „most likely course of action“ – der „most dangerous course of action”, auf den sich die Bundeswehr einzustellen hat.

Klare Ansprache auch, dass die NATO bei ihren Überprüfungen der deutschen Streitkräfte Defizite festgestellt hat und dass diese durch die Bundeswehr innerhalb des laufenden NATO-Planungsprozesses, der bis 2032 läuft, mit dem Zwischenziel 2025, abgestellt werden müssen. Dazu hilft zunächst das 100-Mrd-Sondervermögen, aber auch die Fortführung der anderen, bereits eingeleiteten Maßnahmen. Wenn man die Matrix „Threat Analysis – NATO-Forderungen – Einsatzverpflichtungen – gegenwärtige materielle Lage der Streitkräfte“ ausrechnet, kommt man automatisch zu dem Ergebnis, dass die jetzt für die Ukraine notwendigen deutschen High-Tech-Waffenlieferungen, u.U. auch aus dem Bestand der Bundeswehr, sofortiges synchrones Wiederauffüllen erfordern. Das ist leistbar.

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