500. Kleeblattverlegung aus der Ukraine

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Es wurden 500 Patientinnen und Patienten aus der Ukraine nach Deutschland ausgeflogen. (Foto: BS/Bundeswehr)

Es wurde im Zuge der medizinischen Evakuierungsmission (MEDEVAC) die 500. Verlegung von Patientinnen und Patienten aus der Ukraine nach Deutschland durchgeführt. Seit einem halben Jahr führt Deutschland im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der EU (EU Civil Protection Mechanism, kurz UCPM) diese Flüge durch.

Durchgeführt wird die MEDEVAC dabei in Zusammenarbeit mit dem UCPM-Partner Norwegen. Seit Beginn der Zusammenarbeit konnten die beiden Staaten dabei bereits einiges an Erfahrung im Bereich der MEDEVAC sammeln. Sobald die Patienten in Deutschland ankommen, kommt das während der Corona-Krise entwickelte und erprobte Kleeblattprinzip zur Verteilung der Kranken und Verletzten zum Einsatz, welches die Verwundeten und Verletzten je nach Verletzungsmuster oder Krankheitsbild auf verschiedene Krankenhäuser und Kliniken verteilt.

Das System wurde dabei für die Internationale Anwendung zur Versorgung der ukrainischen Verletzten erweitert. Dem zuvor aus fünf Kleeblatt Blättern bestehenden Kleeblattkonzept wurde dabei mit der Eingliederung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ein sechstes Kleeblatt hinzugefügt. Das BBK nimmt dabei die Organisation des Transports nach Deutschland wahr. Die Koordination erfolgt über das Gemeinsame Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) im BBK. Dort werden Hilfeleistungsersuchen der Ukraine oder ihrer Anrainerstaaten aufgenommen. Deutschland wird sich weiterhin mit dem Kleeblattkonzept für die Übernahme, Transport und Behandlung von ukrainischen Patientinnen und Patienten engagieren.

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