Bildungsministerium fördert KI-Servicezentren

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Maschinelles Lernen beziehungsweise Künstliche Intelligenz (KI) ist eine Zukunftstechnologie. Es geht darum, das Computer-Programme sich selbstständig verbessern und "dazulernen". (Foto: BS/Gerd Altmann, pixabay.com)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den Aufbau und Betrieb von vier KI-Servicezentren. Damit will das Ministerium die Erforschung und praktische Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) voranbringen.

Die vier KI-Servicezentren sind WestAI in Nordrhein-Westfalen, KISSKI an den Standorten Hannover, Göttingen und Kassel, das hessian AI Service Center in Darmstadt und das KI-Servicezentrum Berlin-Brandenburg am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam. Im Rahmen seiner KI-Strategie will das Ministerium eine IT-Infrastruktur für KI-Hochleistungsrechenzentren aufbauen. Die einzelnen Zentren legen dabei unterschiedliche Schwerpunkte.

Schwerpunkte

Das WestAI vereint die Rechenkapazitäten der FZ Jülich und der RWTH Aachen mit den KI-Kompetenzen der Universität Paderborn und des Lamarr-Instituts für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz.

Das KISSKI konzentriert sich auf den KI-Einsatz im Medizin- und Energiesektor. Beides sind kritische Infrastrukturen (KRITIS). Prof. Dr.-Ing. Bodo Rosenhahn koordiniert das Projekt für die Leibniz-Universität Hannover. Er betont, dass durch die Kooperation mit anderen Universitäten besonders sichere redundante Strukturen vorlägen.

Dahingegen forscht das hessian AI Service Center zu großen generalisierbaren Modellen und datenintensiven Anwendungen. In der KI-Szene nennt sich das die “Dritte Welle”. Das Zentrum erhält auch vom Land Hessen Fördermittel.

Deutschlandweit abrufbar

Das KI-Servicezentrum am HPI fokussiert sich besonders auf KI-Einsatz in Regionen, die vom Strukturwandel betroffen sind. HPI-Professor Holger Karl leitet den Aufbau des KI-Servicezentrums. Laut Karl soll das Zentrum den Interessentinnen und Interessenten dabei helfen, zu entscheiden, wie die KI-Technologie zu einem produktiv werden kann. “Allen Interessierten bieten wir dazu eine heterogene Experimentierumgebung samt Beratung an“, erklärt Karl. Die Ressourcen des Servicezentrums stehen in ganz Deutschland zur Verfügung. Sie können über die Plattform des KI-Zentrums abgerufen werden.

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