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StartVerteidigungZuschlag für den Ausbau des Bendlerblocks erteilt

Zuschlag für den Ausbau des Bendlerblocks erteilt

Nachdem die Pläne bereits 2024 publik wurden, hat das Verteidigungsministerium (BMVg) vergangene Woche bekanntgegeben, wer den Zuschlag für den Ausbau des Berliner Dienstsitzes des Ministeriums erhält. Begünstigter des über 416 Millionen Euro umfassenden Auftrages ist das Architekturbüro Sauerbruch Hutton gemeinsam mit ST raum a. Landschaftsarchitekten. Die Bürogemeinschaft konnte im vergangenen Dezember einen der beiden ersten Preise im vorgeschalteten Wettbewerbsverfahren gegen sieben Mitbewerberpaare erzielen. Den Platz ganz oben auf dem Treppchen teilte sich Sauerbruch Hutton mit dem Architekturbüro Henn GmbH aus München. Getroffen wurde diese Entscheidung von einem Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Dörte Gatermann im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR).
Nach der initialen Vergaberunde beauftragte das Ministerium beide Büros, ihre Entwürfe zu überarbeiten. Offensichtlich konnte der Vorschlag Sauerbruch Huttons im zweiten Anlauf überzeugen.

Die Planung des Hauses von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sieht eine städtebauliche Neugliederung der Liegenschaft am Reichpietschufer und an der Hildebrandstraße im Stadtteil Tiergarten vor. Der betroffene westliche Teil des weitläufigen Komplexes umfasst aktuell den Paradeplatz für Gelöbnisse der Bundeswehr, einen Hubschrauberlandeplatz sowie Außenanlagen. Nach der Umgestaltung durch Sauerbruch Hutton wird der Paradeplatz künftig mittig zur Staatsgästetreppe und zum Ehrenmal der Bundeswehr positioniert. Hinzu kommen konkave Gebäudeteile im Norden und Süden. Besonders ins Auge stechen die drei kreisrunden Innenhöfe in den Gebäuden.

Bauen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen

Da das BMVg ein Bereich mit besonderen Sicherheitsanforderungen ist, wurde das Vorhaben als „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch“ (VS-NfD) eingestuft. Teilnahmeberechtigt waren ausschließlich Büros mit Sitz in Deutschland. Darüber hinaus durften die Unternehmen keine Mitarbeitenden aus 26 durch das Bundesinnenministerium definierten Risikostaaten beschäftigen. Dazu zählen unter anderem Iran, China und Russland. Weitere Sicherheitsauflagen existieren, sind aber nicht öffentlich bekannt.

Sauerbruch Hutton gehört zu den renommiertesten deutschen Architekturbüros. Mehrfach konnte das Büro bereits prestigeträchtige öffentliche Aufträge einholen. So bauten Sauerbruch Hutton unter anderem das Museum Brandhorst in München und das Umweltbundesamt Dessau.

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