Die Flotte Hamburg GmbH bereedert ab diesem Monat vier Küstenboote der Landespolizei Niedersachsen. Beide Länder starteten dazu eine gemeinsame Kooperation.
„Unser Modell hat sich bewährt“, sagt Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg. Seit 2017 ist die Flotte Hamburg GmbH, eine Tochter der Hamburg Port Authority (HPA), für das übergreifende Flottenmanagement von rund 45 Schiffen in der Hansestadt zuständig. Dazu gehören Lösch- und Polizeischiffe, Peilschiffe, Lotsenversetzer, Transportschiffe und Eisbrecher.
Seit Anfang September sind nun die Küstenboote „W2“, „W3“, „W4“ und „W5“ der Wasserschutzpolizei Niedersachsen hinzugekommen. Das Unternehmen hat die Schiffe von der Landespolizei Niedersachsen zum Verkehrswert gekauft und verchartert sie nun ohne Crew an die Polizei zurück. Damit bleibt die operative Nutzung der Boote bei der niedersächsischen Landespolizei. Andere Aufgaben wie Wartung und Reparaturen sowie die Ersatz- oder Neubeschaffung fallen in den Aufgabenbereich der Flotte Hamburg mit ihren rund 150 Beschäftigten. Im Zuge dessen ist bereits die Ersatzbeschaffung eines der Boote vorgesehen. Sukzessive sollen alle vier durch moderne und umweltfreundliche Neubauten ersetzt werden. Die Finanzierung dafür übernimmt das Tochterunternehmen der HPA.
Die neue Kooperation sei ein gutes Beispiel für die norddeutsche Zusammenarbeit der Küstenländer, ist Leonhard überzeugt: „Gerade wenn Resilienz und der Schutz kritischer Infrastruktur immer wichtiger werden, ist es ein großer Gewinn, vorhandene Kompetenzen gemeinsam zu nutzen.“
„Wir gehen mit der Nutzung des Angebots der Flotte Hamburg einen weiteren Schritt zu einem ganzheitlichen, übergreifenden und resilienten Betrieb dieses technisch hochkomplexen Aufgabenfeldes“, unterstreicht Daniela Behrens, Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung des Landes Niedersachsen. Beide Länder würden von den entstehenden Synergieeffekten profitieren. Unter anderem erlange man gemeinsam ein deutlich größeres Gewicht auf dem Markt für Behördenfahrzeuge. Zugleich ließen sich Innovationen gemeinsam vorantreiben und damit die Einsatzfähigkeit der Wasserschutzpolizeien stärken.
Für die Flotte Hamburg selbst ist mit der Polizei Niedersachsen der erste Kunde außerhalb Hamburgs gewonnen worden. „Das ist ein wichtiger Meilenstein und zugleich eine Bestätigung unseres Geschäftsmodells und unserer maritimen Kompetenz“, freut sich Geschäftsführer Karsten Schönewald.





