Im Rahmen einer durch die Staatsanwaltschaft Aachen beauftragten europäischen Ermittlungsanordnung haben niederländische und belgische Behörden das größte MDMA-Labor seit 23 Jahren sichergestellt. Die Beamtinnen und Beamten durchsuchten in den niederländischen Gemeinden Leudal, Nederweert, Roermond und Venlo sowie dem belgischen Kinrooi insgesamt sechs Objekte. In Kinrooi stellten die Beamten annähernd 200 kg MDMA sicher, aus dem gut 1.340.000 Ecstasy-Tabletten mit einem Straßenverkaufswert von über 10,4 Millionen Euro hätten hergestellt werden können.
Deutsch-niederländische Tätergruppe
Das Zollfahndungsamt Essen, Dienstsitz Aachen, ermittelt unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Aachen bereits seit Anfang des Jahres. Die Ermittlungen stützen sich auf den Verdacht der bandenmäßigen Herstellung von und des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen und der Einfuhr entsprechender Grundstoffe durch eine bandenmäßig organisierte deutsch-niederländische Tätergruppierung. Ausgangspunkt war eine Grenzkontrolle Anfang Februar dieses Jahres. Während der Kontrolle wurde eine ungewöhnlich große Menge eines Grundstoffs zur Herstellung von MDMA entdeckt.
Nach umfangreichen Ermittlungen erfolgten Mitte Mai durch die Beamtinnen und Beamten der Zollfahndung, des Hauptzollamtes Aachen, des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und Spezialkräften der Bundespolizei Durchsuchungen von Objekten in Hückelhoven und Nettetal. Dabei wurden unter anderem ca. 200 Kilogramm MDMA, ca. 6.500 Liter Chemikalien und 130.000 Euro Bargeld sichergestellt.
Gegen zwei Tatverdächtige wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aachen Haftbefehle wegen des dringenden Tatverdachts des bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit Handeltreiben mit sowie Einfuhr von Grundstoffen erlassen.





