Im Rahmen eines Überraschungsbesuchs in Kiew verkündete der niederländische Verteidigungsminister, Ruben Brekelmans, dass sein Land 400 Millionen Euro in die gemeinsame Entwicklung und Beschaffung fortgeschrittener Drohnen mit der Ukraine investieren werde.
Darüber hinaus stellte Brekelmans in Aussicht, dass man der Ukraine in den kommenden Monaten weitere F-16-Kampfjets liefern werde. 24 niederländische Flugzeuge dieses Typs befinden sich bereits im Auslieferungsprozess an die Ukraine. Dieser Umstand gab den Anlass für den Besuch. Wie Brekelmans auf dem Kurznachrichtendienst X verkündete, sei die erste F-16 aus den Niederlanden jetzt in der Ukraine eingetroffen. Neben den eigentlichen Flugzeugen unterstützen die Niederlande mit Ersatzteilen und Luft-Luft-Raketen aus den eigenen Beständen. In Kiew erklärte Brekelmans, dass sich die gemeinschaftlichen Entwicklungsbemühungen sowohl auf Überwachungs-, Verteidigungs- als auch auf Angriffsdrohnen beziehen werden. Dabei entfallen etwa die Hälfte der Mittel auf Entwicklungen in den Niederlanden. Die übrigen Fördermittel werde man in der Ukraine und in Drittländern investieren. Darüber hinaus könnten weitere Mittel fließen, wenn sich die Zusammenarbeit als fruchtbar erweisen sollte.
Der ukrainische Verteidigungsminister, Rustem Umerov, sprach auf dem Kurznachrichtendienst X davon, sich geeinigt zu haben, die Kooperation in der Luftfahrt in den Bereichen Ausbildung sowie Ersatzteillieferungen und Wartungsarbeiten auszubauen.
Der niederländische Verteidigungsminister sieht sein Land in einer Vorreiterrolle. Bereits bei der Lieferung von F-16 und Patriot-Systemen an die Ukraine habe man eine Führungsrolle eingenommen. Im Bereich unbemannter Drohnen knüpfe man nun an diese Rolle an.





