StartVerteidigungMoU zwischen Lockheed Martin und Fujitsu

MoU zwischen Lockheed Martin und Fujitsu

Das US-amerikanische Rüstungsunternehmen Lockheed Martin hat ein Memorandum of Understanding (MoU) mit dem japanischen Softwarekonzern Fujitsu Limited unterzeichnet. Mit der Zusammenarbeit strebt die US-amerikanisch-japanische Partnerschaft an, Fujitsu zur Produktion der SPY-7 Subarray Suite Power Supply Line Replaceable Unit (PS LRU) zu befähigen.


Die jüngste Absichtserklärung fußt auf einer älteren Vereinbarung aus dem vergangenen Jahr. Darin verabredeten sich beide Unternehmen, die industrielle Zusammenarbeit zu erweitern. Laut Medienberichten ging der aktuellen Entscheidung eine Aufforderung der japanischen Regierung voraus, mehr lokale Partner in die Fertigung der SPY-7-Radargeräte einzubeziehen. Diese Nachfrage soll Lockheed Martin zu dem Schritt bewogen haben.


Fujitsu konnte sich im Wettbewerb um den Zuschlag für die US-amerikanischen Radargerätekomponenten gegen eine Reihe nicht näher genannter Konkurrenten durchsetzen. Lockheed Martin kündigte an, noch in diesem Jahr erste japanische PS LRUs zur Unterstützung des Aegis System Equipped Vessel (ASEV)-Programms zu beauftragen. Dabei handelt es sich um zwei geplante schwere Kreuzer, welche der Japanese Maritime Self-Defense Force (JMSDF) als Ballistic Missile Defense (BMD)-Systeme dienen sollen. Das erste Schiff soll noch im laufenden Haushaltsjahr 2027 in Dienst gestellt werden. Die zweite Einheit wird im Jahr 2028 folgen. Für die Produktion zeichnen sich Mitsubishi Heavy Industries bzw. Japan Marine United (JMU) verantwortlich. Die Zeit bis zur Indienststellung der neuen Schiffe drängt, da die alternden Zerstörer der Kongo-Klasse kurz vor der Außerdienststellung stehen. Der neu befähigte Radar-Zulieferer Fujitsu wird seine Aktivitäten allerdings nicht auf PS LRUs für den Heimatmarkt beschränken.

Japanische Technik für den Weltmarkt

Die Radarkomponenten aus japanischer Fertigung könnten künftig auch in anderen Teilen der Welt zum Einsatz kommen. Für Fujitsu ist dies bedeutsam, da die japanische Regierung ihre Regelungen zum Rüstungsexport zuletzt liberalisiert hat. Das Technologieunternehmen verspricht sich davon Umsatzgewinne auf dem wachsenden internationalen Rüstungsmarkt.
„Durch die lokale Fertigung kritischer Komponenten für das SPY-7-Radargerät kann Japan darauf vertrauen, dass dieses System über Jahrzehnte hinweg voll unterstützt und aufrechterhalten wird“, sagte Paul Lemmo, Vizepräsident und General Manager bei Lockheed Martin.

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