Im Rahmen des NATO-Gipfels in Den Haag haben Litauen und das US-Rüstungsunternehmen Northrop Grumman ein Memorandum of Understanding (MoU) vereinbart. Gegenstand ist die gemeinsame Produktion von Munition im Kaliber 30 bis 50 Millimeter. Diese kommt insbesondere in Flugabwehrsystemen zum Einsatz.
Konkret ist angestrebt, die Fertigungskapazitäten am staatlichen Werk Giraitės Ginkluotės Gamykla (GGG) bei Kaunas weiter auszubauen. Neben Northrop Grumman ist auch der norwegische Rüstungshersteller Nammo an diesem Vorhaben beteiligt. Northrop Grumman versprach, Fachexpertise und Fertigungstechnologien nach Litauen zu übertragen. Das soll langfristig zur Unabhängigkeit von Lieferketten beitragen.
„Diese Absichtserklärung ist für die Entwicklung der nationalen Teilhabe bis 2030 und für die Stärkung der Fähigkeiten der litauischen Streitkräfte von wesentlicher Bedeutung“, sagte der litauische Verteidigungsminister Dovilė Šakalienė. Sie werde die nationale strategische Autonomie im Verteidigungsbereich stärken und die Partnerschaften mit den NATO-Verbündeten USA und Norwegen vertiefen.
„Diese Zusammenarbeit beschleunigt sowohl die Erfüllung eines wichtigen Verteidigungsbedarfs als auch die Erzielung nachhaltiger industrieller Vorteile für die Vereinigten Staaten und Litauen“, fügte Steve O’Bryan, Corporate Vice President and Global Business Development Officer bei Northrop Grumman, hinzu.





