Vergangene Woche stellte BAE Systems gemeinsam mit Rolls-Royce und MBDA UK das Design für den Demonstrator „Tempest“ des britisch-italienisch-japanischen Kampfjets der sechsten Generation im Rahmen des Global Combat Air Programme (GCAP) vor.
Das jüngst veröffentlichte Rendering ist der US-amerikanischen F-35 auffällig ähnlich. Es besteht allerdings keine Garantie, dass das finale Flugzeug der gezeigten Rendergrafik entspricht.
Unterdessen geben die entwickelnden Unternehmen bekannt, dass sich „gemessen am Strukturgewicht zwei Drittel“ des späteren Flugzeugs in der Produktion befinden. Damit habe man bereits einen wichtigen Meilenstein für das Programm erreicht und liege im Plan, führte BAE Systems in einer Pressemitteilung aus.
Dabei bringt das britische Systemhaus in der Produktion des Tempest neue Technologien zum Einsatz. „Die Hauptstruktur, die Flügel und die Heckflossen des Flugzeugs entstehen mithilfe bahnbrechender Roboter- sowie digitaler Fertigungs- und Montagetechnologien“, lässt BAE Systems in einem Statement verlauten. Darüber hinaus setzt das Unternehmen weiter zukunftsweisende Produktionstechniken wie 3D-Druck, Cobotik, digitale Zwillinge, modellbasierte Systemtechnik und virtuelle Simulation ein.
Erster neuer Kampfjet seit 40 Jahren
Der Tempest ist Großbritanniens erstes neues Kampfjet-Projekt seit mehr als 40 Jahren. Dabei soll eine Vielzahl von Fähigkeiten des zukünftigen GCAP bereits auf dem Demonstrator erprobt werden. Dazu zählt zum Beispiel die Integration von Tarnkappeneigenschaften. Darüber hinaus sollen im Rahmen der Produktion des Demonstrators Fertigungstechniken für das GCAP pilotiert werden. 2027 soll der Demonstrator seinen Erstflug absolvieren.
Das ist auch nötig, wenn die drei Entwicklungspartner wie geplant die Entwicklung des GCAP bis Mitte der 2030er abschließen wollen. Auch die Erprobung mit dem Combat Air Flying Demonstrator schreitet voran. Dabei handelt es sich um eine digitale Simulation des zukünftigen Flugzeuges. Testpiloten von BAE Systems, Rolls-Royce und der Royal Air Force (RAF) haben inzwischen mehr als 300 Flugstunden im Simulator absolviert.
„Ich freue mich, dass BAE Systems und das Verteidigungsministerium heute diese wichtigen Neuigkeiten zum Combat Air Flying Demonstrator bekannt geben können. Zum ersten Mal können die Menschen sehen, wie dieses hochmoderne Demonstrationsflugzeug aussehen wird, wenn es sich in die Lüfte erhebt. Die Herstellung des Flugzeugs geht zügig voran, was ein Beweis für den Einfallsreichtum und die Zusammenarbeit der Teams von Regierung und Industrie ist“, sagte der Director Future Combat Air im britischen Verteidigungsministerium.





