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StartVerteidigungDLR und Bundeswehr teilen Daten

DLR und Bundeswehr teilen Daten

Vergangene Woche einigten sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und das Weltraumkommando der Deutschen Bundeswehr auf den Datenaustausch zwischen beiden Institutionen. Dies erfolgte im Weltraumlagezentrum in Uedem.

Für die jeweiligen Parteien unterschrieben Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstandsmitglied und Generaldirektor der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, und Generalmajor Michael Traut, Kommandeur des Weltraumkommandos der Bundeswehr. Fortan ist der nahezu vollständige Datenaustausch rechtlich abgesichert.
Dieses Arrangement ist sinnvoll, weil Personal der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR und des Weltraumkommandos der Bundeswehr in Uedem gemeinsam ein Weltraumlagebild erstellt. Unterschiedliche Bedarfsträger innerhalb und außerhalb der Bundesregierung greifen auf diese Informationen zu.

Schrottplatz Weltraum

Die Bedeutung eines umfassenden Weltraumlagebildes wächst. Mit der zunehmenden Nutzung der erdnahen Umlaufbahnen geht auch die Proliferation von Schrott und Abfällen einher. Für den Satellitenverkehr stellt das eine Herausforderung dar. Denn im erdnahen Weltraum ziehen mehrere tausend Satelliten ihre Bahnen. Sie müssen an mehr als 10.000 Tonnen Weltraumschrott herummanövrieren. Der größte Teil davon befindet sich auf niedrigen Orbits in Höhen von bis zu 2.000 Kilometern. Das ist der sogenannten „Low Earth Orbit“ (LEO), in dem sich auch die meisten aktiven Satelliten befinden.

Das Risiko von Kollisionen ist im LEO somit besonders hoch. Um dies zu verhindern, betreibt das DLR unter anderem das Radarsystem GESTRA. Es wurde vom Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) in Wachtberg auf Kosten des Bundes entwickelt. Das System besteht aus zwei Einheiten (Sheltern), die auf der Schmidtenhöhe bei Koblenz aufgestellt sind. GESTRA arbeitet im Mikrowellenbereich und erkundet den niedrigen Erdorbit, also den Bereich, in dem sich die meisten Satelliten und die Internationale Raumstation ISS befinden.

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