Am 5. Januar 2026 haben rund 140 neue Mitarbeitende ihre Tätigkeit am Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS)-Standort Wismar aufgenommen. Damit ist der Personalkörper in der Liegenschaft, nachdem TKMS die Werft im Jahr 2022 übernommen hatte, auf über 400 Personen angewachsen.
Die Mitarbeitenden sollen sich in unterschiedlichen Projekten – so zum Beispiel den 212CD-Optionsbooten für Deutschland sowie Teilen der möglichen F127-Fregatten – verdingen. Dafür investiert das Unternehmen in den kommenden Jahren über 200 Millionen Euro. Auch der Personalkörper soll noch weiter anwachsen. Bei gleichbleibend hoher Auftragslage könnte dieser in den kommenden vier Jahren einen Gesamtumfang von bis zu 1.500 Personen erreichen. An die Größe des Hauptstandorts von TKMS in Kiel käme der Standort Wismar allerdings auch unter diesen Umständen nicht heran. Dort arbeiten rund 3.300 Mitarbeitende an Schiffen und U-Booten.
2025 war für TKMS ein Erfolgsjahr
Der Ausbau der bestehenden Standorte folgt auf die vorteilhafte wirtschaftliche Entwicklung des Marineunternehmens. TKMS verzeichnet zurzeit einen Auftragsbestand von 18,2 Milliarden Euro. Dafür zeichnen vor allem Erfolge bei Großprojekten verantwortlich. Die Anzahl der bei TKMS bestellten 212CD-U-Boote für die Deutsche Marine stieg im vergangenen Jahr von ursprünglich zwei auf insgesamt sechs U-Boote. Darüber hinaus erreicht das deutsch-norwegische U-Boot-Programm sein bislang geplantes maximales Auftragsvolumen von insgesamt zwölf Einheiten. Hinzu kommt ein Auftrag der Deutschen Marine zur Modernisierung von sechs U-Booten des Typs 212A. Auch im laufenden Jahr blickt TKMS positiv in die Zukunft. Ausschlaggebend dafür sind mögliche Aufträge aus Kanada sowie laufende Vertragsverhandlungen mit der indischen Marine.

