Wie die EU-Rüstungsmanagementbehörde Organisation Conjointe de Coopération en Matière d’Armement (OCCAR) in der vergangenen Woche bekanntgab, hat die zweite Einheit des italienischen Fregattenprojekts FREMM EVO das Critical Design Review (CDR) in den drei Domänen Platform, Combat System und Whole Warship/Integrated Logistic Support abgeschlossen.
Damit sind alle formalen Voraussetzungen gegeben, um die Fregatte in die Produktionsphase zu überführen. Unterdessen schreitet die Konstruktion der ersten Einheit der FREMM EVO weiter voran. Der italienische Schiffbauer Fincantieri legte im Juli 2025 die erste FREMM EVO für die italienische Marine auf Kiel.
Die jüngste Ausgabe eines erfolgreichen Projekts
Seit 2005 entwickeln Italien und Frankreich gemeinsam Fregatten des Frégate Européenne Multi-Mission (FREMM)-Typs. Mittlerweile sind zehn Einheiten bei der italienischen Marine und acht in der französischen Marine im Einsatz. Darüber hinaus nutzen Ägypten, Marokko, die USA, Griechenland und Portugal als internationale Partner Fregatten dieses Typs oder haben sie beauftragt.
Ab 2024 beauftragte Italien auf Basis der bisher produzierten Einheiten zwei weitere Fregatten unter der Bezeichnung FREMM EVO. Sie kombinieren den Rumpf und Antrieb der aktuellen FREMMs mit den Kampf- und Plattformsystemen des deutlich jüngeren Multi Purpose Combat Ship (MPCS). Des Weiteren finden Radargeräte vom Typ Kronos Dual-Band Radar (DBR) des italienischen Rüstungsunternehmens Leonardo auf der EVO Verwendung. Diese setzen auf vier AESA-Flachantennen, während die bisher produzierten FREMM-Fregatten über Radargeräte mit lediglich einer rotierenden AESA-Antenne verfügen.

