StartVerteidigungNorthrop Grumman liefert Überwachungssysteme für PWSA

Northrop Grumman liefert Überwachungssysteme für PWSA

Mit der Proliferated Warfighter Space Architecture (PWSA)-Mission strebt die Space Development Agency (SDA) der United States Space Force an, eine Satellitenkonstellation zur Kommunikation und Raketenabwehr in der erdnahen Umlaufbahn (LEO) zu entwickeln. Für den im System vorgesehenen Tracking-Layer hat die SDA jüngst einen Auftrag im Rahmen der dritten Tranche an das US-amerikanische Rüstungsunternehmen Northrop Grumman vergeben. Northrop ist damit beauftragt, robuste, integrierte Raketenwarn- und -tracking-Satelliten zu liefern. Konkret sollen diese Systeme insbesondere Fähigkeiten zur Überwachung von Hyperschallwaffen bereitstellen. Im Detail ist Northrop Grumman beauftragt, mit seinen Weltraumeinheiten hypersonische Wirkungsmittel von der Startphase bis zum Einschlag des Interceptors zu überwachen. Darüber hinaus sieht die Planung der SDA vor, dass die Satelliten von Northrop Feuerleitdaten zum Abfangen gegnerischer Hyperschallflugkörper liefern.

Tracking und Transport

Bei der Erfüllung der letztgenannten Aufgabe kommt Northrop Grumman zugute, dass das Unternehmen neben dem Tracking-Layer ebenfalls für den Transport-Layer innerhalb von PWSA verantwortlich zeichnet. Dieser stellt die Infrastruktur bereit, um weltweit Datentransfer mit hoher Bandbreite zu ermöglichen. Konkret liefert das Rüstungsunternehmen Raumfahrzeuge sowie Bodensysteme für beide Layer.

Addiert man alle bislang beauftragten Tranchen, sind zurzeit 150 Satelliten bei Northrop in der Produktion. Auch ein Starttermin für die Verbringung erster Systeme ins Weltall steht bereits fest. Die erste Ebene der Tranche-1-Satelliten soll noch im ersten Quartal 2026 ins All geschossen werden.

Das Flaggschiffprojekt der SDA

PWSA stellt das umfangreichste und bedeutendste Projekt der SDA zur Erreichung der US-amerikanischen Weltraumüberlegenheit dar. Seit 2019 ist die Agentur bestrebt, die Einschränkungen tradierter, großsystembezogener Weltraumarchitekturen im geostationären Orbit (GEO) durch ein Konstellationssystem zu überwinden. Das System soll so resilient ausgelegt sein, dass es trotz Verlust einzelner Satelliten als Komplex weiterfunktionieren kann.

Um dies zu leisten, ist PWSA in sieben sogenannte Layer aufgeteilt, die jeweils unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Zu nennen sind hier der Transport-, Tracking-, Custody-, Navigation-, Battle Management- und Support-Layer.

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