StartVerteidigungNeues Radargerät für den Eurofighter

Neues Radargerät für den Eurofighter

Das deutsch-spanische Konsortium, bestehend aus den Rüstungsunternehmen Indra und Hensoldt, hat das erste Common Radar System (ECRS) Mk1 für den Eurofighter fertiggestellt. Es soll künftig bei den deutschen und spanischen Luftstreitkräften zum Einsatz kommen.

Zunächst müssen sich die ersten fertiggestellten Systeme jedoch umfangreichen Qualifizierungs- und Flugtests unterziehen. Diese erfolgen auf dem deutschen ATRA Flying Testbed. Sollte sich das System als potent erweisen, ist eine Serienproduktion noch in diesem Sommer vorgesehen. Für die Integration in den Kampfjet wird sich Airbus Defence and Space verantwortlich zeichnen. Airbus strebt an, diese Arbeiten in Machingen bei München durchzuführen.

Laut Herstellerangabe soll das ECRS Mk1 als Radargerät der nächsten Generation die bisher eingesetzten Mk0-Systeme ablösen. Das neue Modell soll seinen Vorgänger dank der Multi-Channel-AESA-Technologie und eines leistungsstarken Prozessor übertreffen. Die Verbesserungen betreffen das gesamte Missionsspektrum – von Luft-Luft- über hochauflösende Luft-Boden-Fähigkeiten bis hin zu passiven und aktiven elektronischen Kampffähigkeiten. Ursprünglich beauftragten Deutschland und Spanien im Juni 2020 die Entwicklung und Einrüstung eines leistungsfähigen AESA-Radarsystems. Ursprünglicher Auslieferungstermin war 2025. Allerdings erweiterten die deutschen und spanischen Auftraggeber im vergangenen Jahr die Anforderungen. Fortan sollte das Mk1 auch mit fortschrittlichen Subsystemen für den Prozessor sowie die Antennenstromversorgung und -steuerung (APSC) ausgestattet werden.

„In weniger als 13 Monaten haben wir die Produktion der ersten Radargeräte mit dieser neuen Hardware abgeschlossen. Eine umfassende Bewertungsphase ist bereits weit fortgeschritten“, so Dr. William Gautier, Technischer Direktor Eurofighter Radar bei Hensoldt. Der neue APSC und der neue Prozessor verliehen dem Mk1 eine deutliche Leistungssteigerung – sowohl hinsichtlich der schnellen Modusumschaltung und der Flexibilität bei Echtzeitmissionen als auch in Bezug auf zukünftige autonome, aufgabenbasierte und KI-gestützte Operationen, führte er weiter aus.

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