Die Polizeihubschrauberstaffel Baden-Württemberg war im vergangenen Jahr insgesamt 2.097-mal im Einsatz. Fast die Hälfte davon flogen die Teams in der Nacht.
„Die Polizeihubschrauberstaffel ist 24/7, Tag und Nacht, einsatzbereit und unterstützt mit einer technisch hochmodernen Ausstattung Einsätze aus der Luft“, erklärte der Baden-Württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU). Wie das Innenministerium Baden-Württemberg mitteilte, unterstützte die Polizei aus der Luft unter anderem beim Auffinden vermisster Personen oder bei Festnahmen.
So kam es beispielsweise im November 2025 zu einem Einsatz, bei welchem ein Arbeiter von einem rund 35 Meter hohen Sendemast gerettet werden musste. Dieser saß dort zunächst fest und schaffte es nicht mehr, selbst abzusteigen. Mit einer Seilwinde bargen ihn Höhenretter der Feuerwehr Stuttgart direkt aus der Luft. Einige Monate zuvor im März suchte die Polizeihubschrauberstaffel einen zweijährigen Jungen. Dieser war als vermisst gemeldet und anschließend auf einer Wildtierkamera gesichtet worden. Durch Wärmebildtechnik gelang es der Besatzung des Hubschraubers, das Kind trotz Dunkelheit schnell zu lokalisieren. So konnten ihn die Einsatzkräfte rund sechs Stunden nach seinem Verschwinden wohlbehalten seinen Eltern übergeben.
Einen Wandel in der Arbeit der Staffel verursacht nach Angaben des Ministeriums die Zunahme privater und gewerblicher Drohnen. Dies führe zum Anstieg sicherheitsrelevanter Vorfälle – wie Sichtungen über Flughäfen, militärischen Einrichtungen und weiterer Kritischer Infrastruktur. Um gegen die verschiedenen Drohnenvorkommnisse gerüstet zu sein, habe sich Baden-Württemberg früh darum gekümmert, eine Vorreiterrolle beim Thema Drohnen aufzubauen. So gibt es seit Anfang 2022 das Trainings- und Kompetenzzentrum Drohnen (TK Drohnen) bei der Polizei Baden-Württemberg. Dieses ist organisatorisch bei der Polizeihubschrauberstaffel angegliedert.
Der Behörden Spiegel veranstaltet im Juli den „Drone Resilience Day“. Weitere Informationen folgen in Kürze.



