Die Bundesdruckerei-Gruppe und das Cyber Security-Unternehmen secunet erweitern ihre Kooperation, um souveräne Cloud-Services für Behörden und Unternehmen mit hohen Sicherheitsanforderungen bereitzustellen.
Im Mittelpunkt steht eine skalierbare Infrastructure-as-a-Service-Lösung von SysEleven, einer Tochtergesellschaft von secunet, die die Grundlage für die Cloud-Strategie der Bundesdruckerei bildet.
Dr. Stefan Hofschen, Geschäftsführer der Bundesdruckerei Gruppe GmbH, erklärte, dass die Zusammenarbeit die sichere Migration auf Cloud-Technologien erleichtert und eine resiliente, nach dem Prinzip „Security by Design“ aufgebaute IT-Infrastruktur gewährleistet. Die Kooperation ermögliche es den Partnern, schnell auf Marktanforderungen zu reagieren und Kunden aus dem öffentlichen und privatwirtschaftlichen Sektor moderne Anwendungen mit voller Datenkontrolle anzubieten.
Die gemeinsamen Lösungen erfüllen die Anforderungen an eine moderne, sichere IT-Infrastruktur, die den nationalen Sicherheitsinteressen entspricht. Beide Unternehmen bringen ihre langjährige Erfahrung in der Entwicklung und dem Betrieb von vertrauenswürdigen IT-Lösungen ein, um die digitale Souveränität in Deutschland zu stärken.
Axel Deininger, CEO von secunet, betonte, dass secunet durch die Investition in Open-Source-basierte Plattformen und umfassende Zertifizierungen marktreife Lösungen für den öffentlichen Sektor entwickelt habe. Das Public-Cloud-Angebot steht ab sofort Behörden und Unternehmen zur Verfügung, die auf sichere Lösungen für kritische Workloads setzen.
Die Bundesdruckerei nutzt bereits erste IT-Infrastrukturkomponenten in den leistungsfähigen und nachhaltigen Rechenzentren von secunet, womit beide Unternehmen einen entscheidenden Beitrag zur digitalen Souveränität Deutschlands leisten.
Konkurrenz zur Delos-Cloud
Mit der Kooperation entsteht eine Konkurrenz zum Delos-Cloudprojekt von SAP, Arvato und Microsoft. Auch diese Initiative möchte souveräne Cloud-Services zur Verfügung stellen und richtet sich an die öffentliche Verwaltung. Ob das Delos-Cloudprojekt letztendlich wirklich eine souveräne Lösung darstellen kann, ist fraglich. Der IT-Sicherheitsprofessor Dr. Dennis-Kenji Kipker erklärte, dass die Beteuerungen einer irgendwie gearterten „Datengrenze“, wie sie z. B. von Microsoft vermarktet werde, mit Vorsicht zu genießen sei.

