Rheinmetall BAE Systems Land (RBSL) zeigt auf der Defence Vehicle Dynamics (DVD)-Veranstaltung der britischen Armee in Millbrook erstmals öffentlich den Kampfpanzer Challenger 3.
Die Öffentlichkeit kann sich damit erstmals ein Bild von der neuen modularen Panzerung und der 120-mm-Glattrohrkanone machen. Zusammen mit dem gepanzerten Kampffahrzeug Ajax und dem gepanzerten Transportfahrzeug Boxer soll der Challenger 3 das Rückgrat des Future Soldier Konzepts der britischen Landstreitkräfte bilden.
Laut Herstellerangaben verspricht die neue modulare Panzerung eine signifikante Verbesserung der Überlebensfähigkeit. Für ihre Entwicklung zeichneten sich das Defence Science and Technology Laboratory (DSTL) sowie DE&S und RBSL verantwortlich.
Weitere Systeme in Aussicht
Insgesamt sind 148 Challenger 3 beauftragt. Zwei Prototypen sind in diesem Jahr bereits im Werk in Telford vom Band gelaufen. Sechs weitere Fahrzeuge plant das Unternehmen in den kommenden Monaten auszuliefern. Die Erprobung ist bereits angelaufen. Sollten die Ergebnisse zufriedenstellend ausfallen, gehen weitere 140 Fahrzeuge in den Bau. Das britische Verteidigungsministerium investiert etwa 800 Millionen Pfund in Bau und Entwicklung der Kampfpanzer. Etwa 300 Mitarbeitende (rund 130 Ingenieurinnen und Ingenieure und 70 Technikerinnen und Techniker) sind mit der Entwicklung beauftragt.
„RBSL hat nicht nur den derzeit fortschrittlichsten und leistungsfähigsten Kampfpanzer der NATO hergestellt, sondern auch die Entwicklungskapazitäten für dieses Programm – einschließlich der Mitarbeiter, Verfahren, Werkzeuge, Anlagen und Kenntnisse – sind die Bausteine, die für die Entwicklung neuer Kundenlösungen erforderlich sind. Wir freuen uns darauf, dass RBSL dazu beitragen wird, die Zukunft der Entwicklung und Produktion militärischer Fahrzeuge mit internationalen Verbündeten zu gestalten“, sagte Will Gibby, Geschäftsführer von RBSL
Rheinmetall ist seit 2019 an der Entwicklung des Kampfpanzers beteiligt. In diesem Jahr erwarb das Systemhaus aus Düsseldorf 55 Prozent der Unternehmensanteile der BAE Systems-Tochterfirma. Ergebnis dieser Übernahme ist das RBSL-Joint-Venture.





