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StartSicherheitRazzia gegen internationale Drogenhändler

Razzia gegen internationale Drogenhändler

Kokain, Bargeld und verschlüsselte Handys: Bei einer großen Durchsuchungsaktion wurden mehrere Verdächtige eines internationalen Drogenhändlerrings festgenommen.

Unter der Leitung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Bundeskriminalamts (BKA) fanden insgesamt 21 Durchsuchungen in Deutschland und Kroatien statt. Bei den Razzien fanden die Ermittelnden nach Angaben des BKA insgesamt 200.000 Euro Bargeld, vier Geldtresore, rund sechs Kilogramm Kokain sowie elektronische Speichermedien und sieben professionelle Geldzählmaschinen.

Mehr als 80 Beamte des BKA, der hessischen und rheinland-pfälzischen Landespolizei sowie der Bundespolizei waren in Deutschland an den Maßnahmen beteiligt. Diese richteten sich gezielt gegen zehn Beschuldigte im Alter zwischen 37 und 56 Jahren. Dabei ging es laut BKA um den Verdacht des bandenmäßigen, unerlaubten Handelns mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Schließlich festgenommen wurden sechs Verdächtige, drei in Deutschland und drei in Kroatien.

Jahrelange Rauschgiftgeschäfte

Seit 2020 soll die Gruppierung pro Jahr mehrere hundert Kilogramm Kokain von Großhändlern aus Norddeutschland und dem Benelux-Raum bezogen haben. Das Kokain haben sie dann im Rhein-Main-Gebiet und dem angrenzenden europäischen Ausland vertrieben. Hierzu sollen sie sich eines Netzwerkes von Kurierfahrern, Begleitfahrern und Bunkerverwaltern bedient haben. Mindestens 19 der genutzten Kurierfahrzeuge sollen mit professionellen Schmuggelverstecken ausgestattet gewesen sein. Mindestens 13 Kurierfahrer habe die Gruppierung im Einsatz gehabt. Aufbewahrungsort für das umgesetzte Kokain und die erzielten Bagelderlöse sollen mehrere Bunkerwohnungen im Frankfurter Stadtgebiet gewesen sein.

Über einen eigens entwickelten, verschlüsselten Messengerdienst habe die Gruppe kommuniziert. Nach außen war dieser als „Whatsapp“ getarnt und auf separaten Handys aller Mitglieder und Geschäftspartner verteilt. Bereits im vergangenen Jahr war den Behörden ein Schlag gegen die Gruppe gelungen – die Beschuldigten hätten allerdings den Handel mit Betäubungsmitteln nur wenige Tage nach den Maßnahmen im Oktober 2023 wieder aufgenommen.

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