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StartVerteidigungFCAS-Zukunft entscheidet sich im Dezember

FCAS-Zukunft entscheidet sich im Dezember

Emmanuel Chiva, der Leiter der Generaldirektion für Rüstung, erklärte am Mittwoch vor den Abgeordneten der Nationalversammlung, dass Frankreich, Deutschland und Spanien in einem Gipfeltreffen im Dezember präzisieren werden, wie sich das Future Combat Air System (FCAS)-Projekt in Zukunft gestalten soll.

Bei FCAS handelt es sich um ein deutsch-französisch-spanisches Programm zur Entwicklung eines luftgebundenen Waffensystems. Es besteht aus einem bemannten Mehrzweckkampfflugzeug der sechsten Generation, unbemannten Begleitflugzeugen sowie neuen Waffen- und Kommunikationssystemen. Die trinationale Absprache soll laut Chiva erfolgen, bevor das Programm in die Demonstrator-Phase übergeht. Im vergangenen Jahr datierte Chiva den Beginn der zweiten Phase auf Anfang 2026. Chiva stellte jedoch infrage, ob das Programm ohne weitere Verzögerungen durchgeführt werden könne. „Ich kann nicht garantieren, dass dieser Termin eingehalten werden kann, da er insbesondere von den Wahlterminen bestimmter staatlicher Partner abhängt“, so der Vorsitzende der Rüstungsbehörde. Mit dieser Aussage sind zweifellos die anstehenden Bundestagswahlen in Deutschland gemeint.
Uneinigkeit und Verzögerungen haben im FCAS-Projekt Tradition. So stritten Dassault Aviation und Airbus lange Zeit über die Gestaltung der Phase 1B des Programms. Dass Frankreich zuletzt eine Fähigkeitssteigerung des Kampfjets Rafale F5 beschloss, zeugt nicht von großem Vertrauen in das Projekt. Das Update beinhaltet, eine Begleitdrohne und die Fähigkeit, nukleare Sprengköpfe zu tragen. Allerdings stellte Chiva klar, dass das FCAS weiterhin als Nachfolger der Rafale geplant sei und auch dessen nukleare Fähigkeiten für Frankreich übernehmen soll. Darüber hinaus bestehe Frankreich darauf, das FCAS so zu gestalten, dass es zum Starten von Flugzeugträgern befähigt ist und für den Exportmarkt attraktiv bleibt.

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