Wie können in Anbetracht des seit 2022 andauernden Ukrainekriegs Beschaffung und Bewaffnung beschleunigt werden? Dieser Frage ging ein Panel auf der 23. Berliner Sicherheitskonferenz nach.
Es müsse einen transparenten, aber selektiven Wettbewerb der Rüstungsunternehmen geben, erklärte Dr. Thomas Kaufmann, Vize-Präsident und Managing Director bei GDELS, eingangs. Vor allem gehe es darum, die eigene Markmacht zu stärken. Aus Sicht von Vize-Admiral Carsten Stawitzki, nationaler Rüstungsdirektor beim Bundesverteidigungsministerium, sei der Beschaffungsprozess seit Beginn des Ukrainekriegs bereits beschleunigt worden – und das in einer Geschwindigkeit geschehen, „wie wir es nie zuvor gesehen haben“, sagte er.
Deshalb müssten die europäischen Staaten gegenüber Russland eine „glaubwürdige Form der Abschreckung“ einnehmen. Auch müsse innerhalb der Bevölkerung das Bewusstsein für die Dringlichkeit des Handelns zunehmen. Sobald sich hier die allgemeine Wahrnehmung geändert habe, sei es möglich, Beschaffungsverfahren weiter zu beschleunigen und am Ende „zu gewinnen“.
Den bürokratischen Aufwand in Beschaffungsfragen zu verringern – dafür plädierte Massimo Scalpi, Deputy Director bei der Organisation for Joint Armaments Cooperation (OCCAR). Eine stärkere Beteiligung des Kapitalmarkts forderte hingegen der Fachanwalt und aktiver Reserveoffizier Prof. Dr. Heiko Höfler von PwC.





