Die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr haben gemeinsam die neue Verwundeten-Transportkomponente 100 (VTpK-JUH100) vorgestellt.
Aus Beständen ihrer Regionalverbände stellt die JUH bundesweit 100 Krankentransportfahrzeuge (mindestens KTW Typ A) für den qualifizierten Transport Verwundeter bereit. Die Fahrzeuge stehen sowohl für Einsätze innerhalb Deutschlands als auch — bei entsprechender Beauftragung — im Bündnisgebiet zur Verfügung.
Die Komponente übernimmt im Regelfall den Transport von verwundeten Soldatinnen und Soldaten aus sogenannten HUBs (Aufnahmezentren) des Sanitätsdienstes der Bundeswehr in Deutschland und bringt diese in Krankenhäuser oder andere geeignete medizinische Einrichtungen zur Weiterbehandlung. Darüber hinaus kann die VTpK-JUH100 auch im Zivil- und Bevölkerungsschutz eingesetzt werden, etwa bei Evakuierungen von Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen in Großschadens- oder Krisenlagen.
Die VTpK-JUH100 basiert auf Fahrzeugen und qualifiziertem Personal aus allen Regionalverbänden der Johanniter und ist zunächst auf eine Einsatzdauer von bis zu drei Monaten ausgerichtet. Das Personal rekrutiert sich im Wesentlichen aus dem Ehrenamt. Vorbereitung und Einsätze werden über das Johanniter-Bundeszentrum für Krisenmanagement (JBK) zentral koordiniert. Durch die Aufstellung der Komponente kommt es zu keiner Einschränkung des örtlichen Bevölkerungsschutzes.
Verantwortung als Hilfsorganisation
„Mit der Verwundeten-Transportkomponente 100 leisten wir aus eigener Kraft einen sehr konkreten Beitrag zur Sicherheit und Resilienz unseres Landes“, sagte Oliver Meermann, Mitglied des JUH-Bundesvorstandes. Man sei als
Hilfsorganisation bereit, Verantwortung zu übernehmen. „Die aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen machen deutlich: Landes- und Bündnisverteidigung ist eine gesamtstaatliche Aufgabe. Deswegen ist eine funktionierende und belastbare zivil-militärische Zusammenarbeit notwendiger denn je. Die Verlässlichkeit ziviler Unterstützung in einem militärischen Verteidigungsszenario ist ein entscheidender Erfolgsfaktor“, sagte Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr.



