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StartStaat & RathausProjekt Drugchecking geht in den Routinebetrieb

Projekt Drugchecking geht in den Routinebetrieb

Das Ende 2018 in Berlin auf den Weg gebrachte Projekt analysegestützte Beratung – Drugchecking – ist nun auch in der praktischen Umsetzung. Nachdem das Projekt bereits mit Vorarbeiten gestartet war und die sozialpädagogische Beratung riskant konsumierender junger Erwachsener schon durchgeführt wurde, können erwachsene Berlinerinnen und Berliner ab sofort Proben psychoaktiver Substanzen untersuchen lassen.

Dies erfolgt in drei Beratungsstellen. Die Analyse der abgegebenen Proben erfolgt im Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin (GerMed) mit Methoden der instrumentellen Analytik. Das Ergebnis wird an die Beratungsstellen übermittelt. Die Nutzenden können etwa drei Tage nach Abgabe der Proben das Ergebnis dort telefonisch oder persönlich abfragen. Erfahrene Fachkräfte der Berliner Suchthilfe erklären die Ergebnisse und beantworten Fragen dazu. Im Bedarfsfall können weitere Beratungen vereinbart werden. Die Anonymität der Nutzenden bleibt gewahrt. Das Angebot ist für diese kostenfrei.

Gesundheitssenatorin Dr. Ina Czyborra (SPD) sagte: „Ich freue mich sehr, dass das Drugchecking nun auf voller Kraft umgesetzt wird. Die analysegestützte Beratung bietet u. a. die Chance, die bislang nur wenig erreichten Party- und Freizeitdrogenkonsumierenden anzusprechen und für Risiken des Konsums zu sensibilisieren“. Wichtige Ziele des Projektes sind z. B. die Reflexion der Drogenwirkung und des individuellen Risikos, das Erlernen von Strategien zur Risikominimierung und die Entwicklung von Konsumkompetenz und möglicher Konsumveränderung. Darüber hinaus ermöglicht Drugchecking das frühzeitige Erfassen neuer Konsumtrends und die Identifizierung verunreinigter Schwarzmarktprodukte.

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