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StartVerteidigungDer neue Keiler demonstriert seine Fähigkeiten

Der neue Keiler demonstriert seine Fähigkeiten

Rheinmetall präsentierte im Rahmen einer Live-Vorführung sein Konzept für ein Minen- und Sperrräumungssystem. Am Truppenübungsplatz in Bergen bewältigte das 63 Tonnen schwere Fahrzeug Keiler Next Generation (NG) zwei Übungsabschnitte.


Zunächst brachten die Testfahrer den Pearson-Minenpflug zum Einsatz, um eine Minengasse im Gelände zu schaffen. Der Pflug ist vier Meter breit und erlaubt eine Räumungsgeschwindigkeit von bis zu 250 Metern pro Minute.
Im zweiten Abschnitt der Übung zeigte Rheinmetall erstmals das raketengestützte Sprengschnursystem „Plofadder“. Das von Rheinmetall Denel Munitions entwickelte System verspricht, eine Bresche von 160 Metern Länge und neun Metern Breite in Minensperren und Hindernisse zu schlagen. Da das System redundant angelegt ist, können zwei Sprengschnüre gleichzeitig ausgeworfen werden, um tief angelegte Minensperren zu überwinden.
Neben den genannten Komponenten ist der Keiler NG mit einem Magnetfeldduplikator ausgestattet. Dieses System erlaubt es, Minen der zweiten Generation in großer Entfernung zum Fahrzeug zur Explosion zu bringen. Darüber hinaus zeigt das Gassenmarkierungssystem den Folgekräften die geschaffenen Gassen auch bei suboptimalen Sichtbedingungen auf.
Sollte der Keiler NG Angriffen ausgesetzt sein, kann die zweiköpfige Besatzung auf das Schnellnebelschutzsystem ROSY und die fernbedienbare Waffenstation Natter 12.7 zurückgreifen.
Der Keiler NG basiert auf dem Fahrgestell des Pionierpanzers Kodiak. Somit ist das System Teil der Leopard-Familie. Rheinmetall verspricht sich davon einen positiven Einfluss auf die Interoperabilität, Logistik und Ausbildung. Vorhandene Pionierpanzer Kodiak lassen sich durch Ausrüstungskits in eine Keiler NG-nahe Konfiguration umrüsten. Während Rheinmetall an der Nachfolge für den Keiler werkelt, erprobt die Bundeswehr noch Ersatzteile für das bewährte System. Noch bis mindestens 2030 soll der ursprüngliche Keiler bei der Bundeswehr im Dienst bleiben. Dafür werden entsprechende Ersatzteile speziell angefertigt und anschließend ausführlichen Tests unterzogen. Zuletzt führte die Wehrtechnische Dienststelle für landgebundene Fahrzeugsysteme, Pionier- und Truppentechnik (WTD 41) die Tests auf dem Truppenübungsplatz Baumholder durch.

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