Straßenrennen, Auto-Poser und illegale Tuning-Treffen: Bundesweit führt die Polizei am Karfreitag wieder verstärkt Kontrollen durch, um gegen die sogenannte Autoposerszene vorzugehen. Der Freitag vor Ostern gilt traditionell als inoffizieller Startschuss der Tuningsaison. Rund um das Osterwochenende kommt es deshalb immer wieder zu unerlaubten Fahrzeugrennen und auffälligen Fahrmanövern.
Unter dem Motto „Rot für Raser, Poser bzw. illegales Tuning“ stehen für die Polizei am Karfreitag wieder lokale Posing- sowie illegale Tuning- und Rennszenen im Fokus – sowohl landes- als auch bundesweit. Bereits zum vierten Mal beteiligt sich etwa die Polizei Baden-Württemberg an der groß angelegten Kontrollaktion. „Posing und illegales Tuning ist nicht nur ohrenbetäubend, es gefährdet auch den Straßenverkehr und verunsichert viele Menschen“, erklärte der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) im Vorfeld der Maßnahmen.
Auch Sachsen-Anhalt beteiligt sich erneut an den Kontrollen. Die Landespolizei werde „in diesem Jahr wieder vor Ort sein, um die Einhaltung der rechtlichen Vorschriften zu überwachen“, so Klaus Zimmermann (CDU), Staatssekretär im Innenministerium Sachsen-Anhalt. „Individuell gestaltete Fahrzeuge werden nicht per se abgelehnt. Doch die technischen Veränderungen dürfen sich nicht negativ auf die Fahreigenschaften der Fahrzeuge oder die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer auswirken“.
Laut Innenministerium Sachsen-Anhalt lässt sich die Szene in drei Gruppen unterteilen: Tuner, Poser und Raser. Tuner wollen in der Regel ihre Fahrzeuge optisch oder technisch individualisieren und präsentieren. Dagegen fallen Poser vor allem durch auffälliges und riskantes Fahrverhalten auf – etwa durch starkes Beschleunigen an belebten Orten. Raser wiederum nehmen an illegalen Fahrzeugrennen oder sogenannten „Einzelrennen“ teil. Bei Letzteren es darum geht, Höchstgeschwindigkeiten zu erzielen – mit gefährlichen Folgen für alle Verkehrsteilnehmer.






