In mehreren Bundesländern wurden landesweite Probealarme durchgeführt. Die Aufregung der vergangenen Jahre hat sich gelegt, während in Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz und Bayern Sirenen, Smartphones oder Lautsprecherdurchsagen erklangen.
„Nach einem ersten Überblick verlief der Probealarm überwiegend störungsfrei und wir haben mit unserem Warnmittel-Mix die Bevölkerung auf verschiedenen Wegen erreicht“, verkündete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Das Bayerische Melde- und Lagezentrum für den Bevölkerungsschutz im Innenministerium habe um 11 Uhr erfolgreich über das Modulare Warnsystem des Bundes die Warnstufe 2 via Cell Broadcast und die Warn-Apps wie NINA oder KATWARN ausgelöst. Warnungen seien teilweise je nach Telefonanbieter einige Minuten verzögert eingegangen. „Erstmals haben wir bei diesem Probealarm auch die Entwarnung über Cell Broadcast getestet, wobei diese stumm in der niedrigsten Warnstufe 3 ausgelöst wird und dadurch je nach Konfiguration möglicherweise bei einigen Personen nicht auf dem Handy angezeigt wird. Insgesamt hat aber auch die Entwarnung gut funktioniert“, so Herrmann weiter. Die teilnehmenden Kreisverwaltungsbehörden konnten ab 11 Uhr eigene Warnmittel, wie Sirenen, Lautsprecherdurchsagen oder Stadtwerbetafeln auslösen und ab 11:30 Uhr Entwarnungen über diese aussenden. Hier gab es ebenfalls nur kleinere regionale Verzögerungen oder Probleme. Nach Angaben des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (LfBK) verlief der landesweite Warntag in Rheinland-Pfalz ebenfalls erfolgreich. Die vorgesehenen Warnmittel und Warnsysteme wurden planmäßig ausgelöst. Damit konnten die technischen Abläufe sowie die Warnprozesse im Land und in den teilnehmenden Kommunen wie vorgesehen erprobt werden.
Warnung der Bevölkerung kommt zum Ende
Nach zehn Jahren kommt nun auch das EU-geförderte Bund-Länder-Projekt „Warnung der Bevölkerung“ zu einem Ende. Das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) koordinierte und durch Mittel des Inneren Sicherheitsfonds (ISF) der Europäischen Union finanzierte Projekt hat den Bundesweiten Warntag konzipiert. Des Weiteren wurde in diesem Projekt das Modulare Warnsystem (MoWas) ausgebaut und weiterentwickelt.
„Wir haben gemeinsam mit Bund, Ländern und Kommunen die Grundlagen für eine moderne, wirksame Warnung geschaffen“, zeigte sich Dr. René Funk, Vizepräsident des BBK, überzeugt. „Die Projektarbeit war geprägt von Innovationsfreude, wissenschaftlicher Tiefe und einer außergewöhnlich guten Zusammenarbeit über die verschiedenen Ebenen und Disziplinen hinweg. Dass unsere Ergebnisse auch die Warnung auf Landesebene stärken konnten und im Alltag der Menschen angekommen sind, ist für das gesamte Projektteam ein großartiger Erfolg“, so Philipp Wiemes, Leiter des ISF-Projekts.






