Pro-westliche verdeckte Operationen auf Facebook und Twitter

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Im Juli und August löschten Facebook und Twitter eine Reihe pro-westlicher Fake-Accounts. (Foto: BS/Thomas Ulrich, pixabay.com)

Das Internet Observatory, Cyber Policy Center der amerikanischen Stanford-Universität und die Firma Graphika haben eine gemeinsame Studie veröffentlicht. Darin schildern sie verdeckte Operationen auf mehreren Sozialen Medien. Die gefälschten Accounts und ihre Posts sollten pro-westliche Stimmung machen.

“Unsere gemeinsame Untersuchung”, schreiben die Stanford und Graphika in ihrem Bericht, “fand ein untereinander verbundenes Netzwerk von Accounts auf Twitter, Facebook, Instagram und fünf anderen Social Media-Plattformen, die Täuschungstaktiken nutzten, um pro-westliche Narrative im Mittleren Osten und in Zentralasien zu verbreiten.” Und weiter: “Wir glauben, dass diese Aktivität den umfangreichsten Fall verdeckter pro-westlicher Einflussnahmen auf soziale Medien darstellt, der bisher von Open-Source-Forschern überprüft und analysiert wurde.”

Die Accounts hätten vor allem Russland für die vielen zivilen Opfer im Ukraine-Krieg kritisiert. Außerdem hätten sie sich gegen China und den Iran engagiert.

Facebooks Mutterkonzern Meta und Twitter haben die Accounts inzwischen gelöscht. Sie ordneten die gefälschten Konten keinen staatlichen Akteuren zu. Aber laut der Studie gaben sie an, dass die Aktivitäten ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten beziehungsweise Großbritannien hätten.  

Der Bericht zeige auch die Grenzen verdeckter Operationen in Sozialen Netzwerken. Es sei den Urhebern kaum gelungen, Einfluss zu gewinnen oder Personen dazu zu bewegen, sich zu engagieren. “Die große Mehrheit der Tweets, die wir analysiert haben, bekamen nicht mehr als eine Handvoll Likes oder Retweets, und nur 19 Prozent der verdeckten Accounts hatten mehr als 1.000 Follower”, schreiben die Autoren.

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