Zum Schutz der Infrastruktur

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Dipl.-Ing. (Univ.) Reinhard Wolski Generalmajor a.D. Reinhard Wolski ist Senior Expert des Behörden Spiegel.

Was ein Angriff auf Kritische Infrastruktur – nun auch unter Wasser – bedeutet, haben wir ja alle zur Kenntnis nehmen müssen. Durch wen auch immer die Anschläge auf die beiden Pipelines erfolgt sein mögen und obwohl ja derzeit keine Gaslieferungen erfolgen – die Verwundbarkeit von Handels- und Versorgungswegen wurde ein weiteres Mal aufgezeigt.

Die Ostsee wird durch den hoffentlich baldigen Beitritt Schwedens und Finnlands zu einem “mare nostrum” der NATO – trotz der russischen Enklave Kaliningrad und Leningrads (dieser Name passt besser), die (natürlich im Rahmen der Seerechtskonventionen) streng überwacht werden müssen.  Über Wasser ist die Dominanz der NATO in der Ostsee durch die Verfügbarkeit von Lenkflugkörpern wie des RBS-15 oder der Naval Strike Missile selbst von Land aus möglich.  Zum Schutz der Infrastruktur unter Wasser muss aber vor allem die Deutsche Marine als “Regional Maritime Domain Advisor – ready to command if required” für die Baltic Sea mit modernsten Mitteln in ausreichender Zahl ausgestattet werden, neben U-Booten sind Sensorsysteme, Unmanned Subsurface Vehicles, aber auch luftgestützte Mittel zu rüsten.  Und wir müssen uns klar werden, welche Rules of Engagement bei einem erkannten drohenden Angriff auf z.B. ein Unterwasser-Kommunikationskabel anzuwenden sind.

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