Rems-Murr-Kreis bereitet sich auf Jahrhunderthochwasser vor

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Der Neubau des Hochwasserrückhaltebeckens Schachen soll auch einer Jahrhundertflut standhalten können. (Foto: BS/ lmaresz, pixabay.com)

Die Bauarbeiten für den Neubau des Hochwasserrückhaltebeckens Schachen in Weinstadt-Strümpfelbach im Rems-Murr-Kreis haben begonnen. Der vorrausichtlich 7,22 Millionen Euro teure Bau soll einem Jahrhunderthochwasser standhalten können.

Das neu zu bauende Hochwasserrückhaltebecken Schachen schützt den Ort künftig vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis. Es umfasst ein Rückhaltevolumen von rund 71.200 Kubikmeter mit einer maximalen Dammhöhe von 13 Metern. Als ökologischen Ausgleich für den Bau des Hochwasserrückhaltebeckens gab es bereits eine Gewässerrenaturierung des Strümpfelbaches. Das Land wird 5,06 Millionen Euro der geschätzten 7,22 Millionen Euro Baukosten übernehmen.

Das bisherige Hochwasserrückhaltebecken Schachen besteht seit 1951. Es kann den Sicherheitsanforderungen nicht länger genügen. Der Stauraum mit einem Rückhaltevolumen von 7.000 Kubikmetern und die Dammhöhe von sieben Metern sind nicht ausreichend, um den Hochwasserschutz bei einem hundertjährlichen Hochwasser sicher zu stellen. Das neue Absperrbauwerk des Neubaus wird in der Nähe der bereits bestehenden Anlage realisiert.

“Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels mit häufig auftretenden Extremwetterereignissen, haben wir in diesem Jahr unsere Hochwasserstrategie weiterentwickelt. Diese Strategie gilt es nun, zielgerecht umzusetzen“, sagte die Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Thekla Walker (Bündnis90/Die Grüne). Man wolle die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich vor Hochwasser und Starkregen schützen.

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