Anstrengungen zur Personalgewinnung erforderlich

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Die Bundeswehr spürt den Fachkräftemangel und die demografische Entwicklung. (Foto: BS/Bundeswehr, Torsten Kraatz)

Laut Zahlen des jüngst erschienen Magazins für Innere Führung, verzeichnet die Bundeswehr für das Jahr 2022 einen Bewerberrückgang von zwölf Prozent. Um die Sollstärke von 203.000 Soldatinnen und Soldaten in den nächsten Jahren zu erreichen, müssten weitere Maßnahmen folgen.

Insbesondere die demografische Entwicklung und den Fachkräftemangel auf dem zivilen Arbeitsmarkt identifizieren die Autoren des Magazins als Herausforderung. Die Generation Z bringe zudem besondere Bedürfnisse mit. Diese mit den Besonderheiten des soldatischen Dienstes einerseits und dem Bedarf der Bundeswehr andererseits in Übereinstimmung zu bringen, sei für die Personalgewinnung elementar. Bemühungen zur Personalgewinnung könnten auf fruchtbaren Boden treffen.

Entsprechend aktueller Umfragen des Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) betrachtet die Mehrheit der Gesellschaft die Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber für junge Menschen. Es ist jedoch bezeichnend, dass der Anteil der Fürsprecher der Bundeswehr in der Bevölkerung abnimmt.

Die Bundeswehr strebt deshalb an, zielgerechte Werbung, die sowohl inhaltliche als auch regionale Unterschiede berücksichtigt, zu schalten. Wichtig sei ebenfalls ein behutsames und an der Zielgruppe orientiertes Heranführen an den besonderen Dienst als Soldatin und Soldat in den deutschen Streitkräften während der ersten Wochen nach Dienstantritt. Die Ansprache dürfe folgerichtig nicht nach der Indienstnahme enden. Stattdessen müssten die Karrierecenter die gesamte Laufbahn begleiten und unterstützen. Dies sei unabdinglich, wolle man qualifiziertes Personal nicht nur anwerben, sondern auch dauerhaft binden.

Vergleicht man dies mit anderen Bereichen, wie etwa den Rettungsdiensten, stehen diese deutlich besser da. Nach einer Meldung des Statistisches Bundesamtes stieg die Anzahl der Rettungsdienstbeschäftigten von 2011 bis 2021 um 71 Prozent. Im Jahr 2021 waren demnach in Deutschland rund 85.000 Personen im Rettungsdienst tätig. Hinzu kamen die zahlreichen ehrenamtlichen Kräfte.

Die neue Ausgabe des Magazins für Innere Führung kann hier als PDF abgerufen werden.

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